Kreis Bad Duerkheim Vom Brautonkel vermählt
Vor 60 Jahren haben sich Inge und Kurt Rittler das Ja-Wort in der Siedlung von Maxdorf gegeben, die damals noch zu Fußgönheim gehörte. Der standesamtlichen Hochzeit, die ein Onkel der Braut als Standesbeamter übernahm, folgte am 13. September die kirchliche Trauung. Dazwischen feierte die Familie noch die Silberhochzeit der Brauteltern.
Kurt Rittler war bei der Hochzeit 24 Jahre alt. Er arbeitete bis zu seinem Ruhestand als Elektriker bei der BASF. Seine Frau Inge war 19, was damals nicht als volljährig galt, und brauchte die Zustimmung ihrer Eltern. Sie arbeitete als Friseuse in Maxdorf, bis Tochter Karin geboren wurde. Sieben Jahre später kam Sohn Thomas auf die Welt. Inzwischen gehören noch zwei Enkelkinder und seit sieben Wochen eine Urenkelin zur Familie. Kurt Rittler engagierte sich 20 Jahre als Vorsitzender bei der Siedlergemeinschaft Maxdorf. 28 Jahre war er Präsident des Karnevalsvereins Floßbachschwalben. Er legte auch den Grundstein für die gute Zusammenarbeit mit den Weisenheimer Fastnachtern vom Sportverein, deren Sitzungspräsident Immo Volz ein Bruder seiner Gattin war. Für seine kulturellen Verdienste erhielt Rittler 2001 die Landesehrennadel und im selben Jahr den Ehrenbrief der Verbandsgemeinde Maxdorf. In den Urlaub fuhr Familie Rittler mit ihren Kindern gern ins Kaunertal nach Österreich. Seit fünf Jahren wohnen die Jubilare bei Tochter und Schwiegersohn in Weisenheim. Dort hat Inge Rittler gleich die Gartenarbeit übernommen, während ihr Mann Fußballspiele des Enkels besucht. Nachdem er eine Vereinschronik der Floßbachschwalben fertiggestellt hat, schreibt er nun an einer Familienchronik. Für die Zukunft wünschen sich beide Gesundheit, Ruhe und Frieden. Das große Fest wird heute im Familienkreis gefeiert.