Deidesheim
Verwaltung sieht Konfliktpotenzial
Konkret geht es dem Verband um die Erlaubnis, eine „Rollerstrecke“ in den Gemarkungen Forst und Deidesheim zu vermessen und aufzuzeichnen. Für die Trainingsstrecke ist eine asphaltierte, verkehrsberuhigte Rundstrecke nötig. Die Strecke soll vom Skiverband zertifiziert werden. Ein erhöhtes Sicherheitsrisiko auf den Wirtschaftswegen sieht der Verband dadurch nicht – eher sogar eine Verbesserung der Sicherheit durch Beschilderung und Hinweise.
Die Wege, auf denen die Strecke ausgewiesen werden soll, sind nach Angaben der Verbandsgemeindeverwaltung Deidesheim öffentlich und befinden sich in Gemeindeeigentum. Sie seien also für Sportler nutzbar, sowohl für Radfahrer und Jogger als eben auch für Skirollersportler. Eine Genehmigung sei lediglich für Veranstaltungen nötig. Diese müsste der Skiverband gesondert beantragen. Zurzeit geht es nur um die Vermessung. Der Skiverband hat dafür eine grundsätzliche Gestattung für die Streckennutzung beantragt.
„Fremdverkehr“ auf Wirtschaftswegen
Bereits im Februar hatte das Projekt im Forster Gemeinderat zur Abstimmung gestanden – dort wurde es abgelehnt. Im Vorfeld hatte der Bauern- und Winzerverband Süd eine Stellungnahme abgegeben und deutlich gemacht, dass er das Risiko für die Verkehrssicherheit für zu groß hält. Erwähnt wird in einem Schreiben an die Verwaltung auch, dass seit Jahren der „Fremdverkehr“ auf Wirtschaftswegen in zunehmendem Maß für Probleme sorge. Auch eine zeitweise Nutzung für Sonderveranstaltungen lehnt der Verband ab, da dadurch die Flexibilität der Landwirte eingeschränkt werde. Diese müssten die Möglichkeit haben, Arbeiten bei Bedarf auch auf das Wochenende oder die Abendstunden zu verlegen.
Im Nachgang der Sitzung in Forst hat die FWG Forst, die das Projekt befürwortet, vorgeschlagen, den Sportbetrieb sowie Veranstaltungen auf der Strecke auf die „laubfreie“ Zeit, also auf den Winter, zu beschränken. Auch mit Blick auf die Beschilderung wurden Kompromisse angeboten.
Die Verwaltung bleibt dennoch bei ihrer ablehnenden Haltung. Sie sieht in einer solchen Ausweisung ein zu großes Konfliktpotenzial. Außerdem müsse die Verträglichkeit des Streckenverlaufs mit Blick auf den Naturschutz geprüft werden. Sie schlägt deshalb dem Stadtrat Deidesheim vor, den Antrag der FWG Forst, die das Anliegen des Skiverbands in die Gremien gebracht hat, abzulehnen.
Info
Der Stadtrat beschäftigt sich mit dem Thema am Dienstag, 23. Juni (Stadthalle Deidesheim, 19.30 Uhr).