Kreis Bad Duerkheim stichwort: Schwarzes Kreuz

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Das Flurdenkmal an der Landstraße zwischen Freinsheim nach Ungstein hat der umliegenden Weinlage seinen Namen gegeben. Der gotische Bildstock aus Sandstein mit einem spitzbogigen Reliefaufsatz zeigt eine Kreuzigungsszene und ist um 1430 entstanden. Er zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der volkstümlichen Religiosität des Mittelalters in der Pfalz. Ein ähnliches Kreuz ist am nördlichen Stadtrand von Deidesheim zu finden. Sehr wahrscheinlich stammt es vom selben Bildhauermeister. Unter dem Kruzifix sind vier Heilige dargestellt – wahrscheinlich Maria und Johannes, Katharina und Barbara. Darüber schweben Engelsgestalten. Im Giebelfeld sind Sonne und Mond dargestellt. Allen Figuren sind die Köpfe abgeschlagen – wahrscheinlich in der Französischen Revolution. In dem Schild am oberen Ende des Schaftes ist eine knieende Person dargestellt, darüber befinden sich Reste einer nicht mehr lesbaren Inschrift. Nach mündlicher Überlieferung soll der Bildstock an einem Feldweg im Gewann „Rosenbühl“ (Gemarkungsgrenze zu Weisenheim am Sand) ausgegraben und am heutigen Standort aufgestellt worden sein. Im Volksmund wird er als Sühnezeichen für einen Mord gedeutet. Der breite Kubus des Sockels soll früher als Opferstein gedient haben: Jeder, der hier während einer Reise vorbeizog, habe auf dem Stein ein Opfer für die Armen dargebracht, indem er hier eine Münze niederlegte. |led

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