Deidesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtrat sieht Verkehrsprobleme nach Umzug der Apotheke

Umzug geplant: die Rathaus-Apotheke in der Weinstraße.
Umzug geplant: die Rathaus-Apotheke in der Weinstraße.

Die Rathaus-Apotheke in der Weinstraße 44 könnte demnächst ihren Standort wechseln. Der Grund: Apotheker Tobias Erhart hat das Gebäude in der Schlossstraße 8 gekauft und saniert, in dem sich bis Ende 2018 das Ristorante Miramar befand. Dort hat er das Sanitäts- und Orthopädiezentrum „Weiße Engel“ installiert und möchte künftig an diesem Standort auch die Apotheke einrichten.

Im Erdgeschoss des Gebäudes will Erhart den Verkaufsraum des Sanitätsgeschäfts aufteilen, sodass Platz für die Apotheke entsteht. Er plant drei Arbeitsplätze für die Apotheke und einen für das Sanitäts- und Orthopädiezentrum. Zusätzlich soll an der Außenwand zur südlich gelegenen Anliegerstraße das Fenster vergrößert werden, um ein Abholterminal für vorbestellte Medikamente zu schaffen. Im Gegenzug soll die Orthopädiewerkstatt in den Keller wandern.

Der bisher als Werkstatt konzipierte Raum im Erdgeschoss soll künftig als Labor für die Apotheke dienen. Personal- und Büroräume werden dann im Obergeschoss vorgehalten. Die zwei Räume in der westlichen Gebäudehälfte im Obergeschoss und das Dachgeschoss stehen als Wohnraum zur Verfügung. Dazu soll das vorhandene Zwerchhaus erhöht werden, um einen überdachten Freisitz zu schaffen.

Verkehrssituation auf dem Prüfstand

Diesen Plänen hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung einstimmig das baurechtlich notwendige Einvernehmen erteilt. Auch deshalb, da der Bauherr seiner Verpflichtung von fünf Stellplätzen auf seiner Gesamtfläche nachgewiesen hat. Allerdings basiert dieser Nachweis auf der Grundlage der bisher gastronomischen Nutzung. Der Stadtrat lässt die Kreisverwaltung den Stellplatznachweis für die Gesamtnutzung des Anwesens nochmals prüfen. Aufgrund der Verlegung der Werkstatt in das Kellergeschoss soll ein Brandschutzbeauftragter in die weiteren Planungen eingebunden werden.

Auch wenn der Stadtrat keine weiteren Einwände hatte, sieht er aufgrund des Umzugs der Apotheke in die Schlossstraße Probleme aufkommen. Diese sind rein verkehrstechnischer Natur. Der Grund: Die Schlossstraße ist eine Privatstraße und steht im Eigentum der dortigen Anwohner. Mit der künftigen Apotheke ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen, einerseits durch die Kunden, andererseits durch die Anlieferungen der Pharmafirmen zu rechnen. Problematisch könnte die Brücke über den Schlosspark sein, wenn zu viele oder zu schwere Fahrzeuge diese künftig befahren. Bisher ist eine Begrenzung für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen Nutzlast ausgeschildert. Bisher wurden die Betriebe in der Schlossstraße vorwiegend über die Prinz-Rupprecht-Straße beliefert, diese Regelung will der Rat beibehalten. Dennoch soll sich die Verkehrskommission mit der Verkehrs- und Parkproblematik in diesem Bereich befassen und gegebenenfalls mit der Verwaltung entsprechende Vorkehrungen treffen. Dies gilt auch im Zusammenhang mit der An- und Ausfahrt von Einsatzfahrzeugen wie der Feuerwehr sowie der Anwohner. Als Folge könnte die Schlossstraße zu einem verkehrsberuhigten Bereich umgewandelt werden.

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