Deidesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Stadt und Flur wieder zugeparkt

An etlichen Stellen in der Stadt ist die Straße zu eng, um parken zu können. Beispielsweise in der Prinz-Rupprecht-Straße.
An etlichen Stellen in der Stadt ist die Straße zu eng, um parken zu können. Beispielsweise in der Prinz-Rupprecht-Straße.

159 „Knöllchen“ und zwölf abgeschleppte Fahrzeuge: Das ist die Bilanz der Verkehrskontrollen in Deidesheim am Wochenende. Die Verwaltung hat am Montag angekündigt, weiterhin in regelmäßigen Abständen verstärkt zu kontrollieren.

Die Kontrolleure und die Abschleppdienste waren am Wochenende in Deidesheim mit Ankündigung unterwegs. Die Verwaltung hatte im Vorfeld auf ihren Großeinsatz hingewiesen. Nichtsdestotrotz gab es etliche Fahrzeuge, die im Parkverbot standen. Am meisten zu tun hatte der Abschleppdienst am Waldparkplatz im Sensental, sagte Jochen Ohler, Leiter des Ordnungsamtes der Verbandsgemeindeverwaltung. Am Samstag wurden dort drei Autos abgeschleppt, am Sonntag vier. Am Mühltal-Parkplatz und beim Pfalzblick gab es weniger Arbeit, in verschiedenen Fällen hatten die Falschparker aber auch einfach Glück. Sie kamen zurück, bevor der Abschleppdienst vor Ort war und kamen so mit einer Verwarnung davon.

Auch in der Stadt kontrollierten die Ordnungskräfte, und auch dort standen etliche Fahrzeuge im Parkverbot. In einem Fall sogar auf einem Behinderten-Parkplatz, wie Ohler erzählt. Aber auch an Engstellen, an denen mit Schildern darauf hingewiesen wird, dass dort nicht geparkt werden darf, mussten Autofahrer verwarnt werden. Beispielsweise in der Prinz-Rupprecht-Straße. Insgesamt wurden laut Verwaltung 159 „Knöllchen“ verteilt am Wochenende. Ohler weist darauf hin, dass der Bußgeldkatalog demnächst geändert werden soll, und Verwarnungen dann voraussichtlich teurer werden.

Dörr: Verkehrskonzept in Arbeit

Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU) ist sich darüber im Klaren, dass die Stadt etwas tun muss. Ein Verkehrskonzept sei ja auch bereits in Arbeit, unterstrich er. „Doch das dauert eben ein bisschen.“ Die Stadt müsse versuchen, im Außenbereich mehr Parkplätze zu schaffen. Im Stadtgebiet müsse „vorwiegend Anwohnerparken“ umgesetzt werden. Schwierig sei das Thema Weinstraße. „Das ist eine Landesstraße, deshalb ist der Landesbetrieb Mobilität zuständig“, so Dörr. Das Parkproblem habe sich durch die Pandemie deutlich verschärft. Für Kurzurlauber seien Ziele in Deutschland noch attraktiver geworden, damit habe der Autoverkehr zugenommen. Hinzu komme der Radverkehr.

Beim „Weinwerk“ des Weinguts Reinhardt, das direkt an der Stadtgrenze auf Ruppertsberger Gemarkung liegt, gab es laut Ohler am vergangenen Wochenende deutlich weniger Probleme als eine Woche zuvor. „Die Straße war frei“, sagte Ohler. Die Stadt müsse jedoch ein Konzept für ihre Fläche im unmittelbaren Umfeld der Vinothek entwickeln, erklärte Dörr. In städtischem Eigentum sei nicht nur der provisorisch angelegte Parkplatz, sondern auch die Fläche südlich davon sowie ein Streifen zwischen der Straße nach Ruppertsberg (Im Diedel) und dem Weinwerk. Es sei nötig, Ordnung in den Bereich zu bringen, so Dörr. Vorstellbar sei beispielsweise eine Parkraumbewirtschaftung.

Für das Gelände am Ortseingang soll ein Konzept entwickelt werden, kündigte Stadtbürgermeister Manfred Dörr an.
Für das Gelände am Ortseingang soll ein Konzept entwickelt werden, kündigte Stadtbürgermeister Manfred Dörr an.
Die Straße zum Mühltal-Parkplatz am Samstag.
Die Straße zum Mühltal-Parkplatz am Samstag.
x