Deidesheim
Schlossgraben-Anlage offiziell eröffnet
Blumen und Stauden haben den Schlossgraben in ein Blütenmeer verwandelt, ein Rundweg macht den ehemals wasserführenden Grabenbereich sicht- und erlebbar. In den vergangenen Monaten wurden in der Anlage auf einer Fläche von über tausend Quadratmetern etwa 3000 Blumenzwiebeln gesteckt sowie 2860 Stauden, 35 Sträucher, Gehölze und zwei Taschentuchbäume gepflanzt. Den kleinen erhöhten Platz gegenüber dem Turmschreiberturm ziert ein von der VR-Bank gestifteter Pavillon. Zudem gibt es drei kleine Quellsteine, Bänke und ergonomisch geformte Liegen. „Die Anlage soll in erster Linie der Erholung dienen“, erklärte Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU) bei der offiziellen Eröffnung des Schlossgrabens am Mittwoch.
Einen großen Beitrag haben bei den Arbeiten Ehrenamtliche geleistet. Über 70 Helferinnen und Helfer hätten unter Anleitung des ehemaligen Stadtratsmitglieds Günter Dörr mit angepackt, sagte der Stadtbürgermeister. Zum Gelingen beigetragen hätten auch zehn Sponsoren, die zusammen 10.000 Euro spendeten. „Es ist ein Gemeinschaftswerk, und darauf sind wir stolz.“
Teile der Mauer mussten saniert werden
Bevor die Arbeiten an der Grünanlage beginnen konnten, mussten Teile der Mauer saniert werden, erinnerte Dörr. „Schon vor einigen Jahren gab es Probleme bei der Stützmauer.“ Bis die Sanierung abgeschlossen war, vergingen gut zwei Jahre. Zwischen März 2015 und Juni 2017 wurden zuerst die Planung erstellt, dann Fördermittel beantragt und schließlich die Arbeiten ausgeführt. Der Start bei der Neugestaltung der Grünanlage verzögerte sich dann noch einmal, weil zuvor auch eine private Mauer gesichert werden musste.
Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurden die Entwürfe zur Neugestaltung der Anlage bei einer Bürgerversammlung am 25. September 2017. Die Arbeiten wurden schließlich Anfang 2019 an das Büro Plan-German aus Speyer vergeben. Im März 2020 begannen die Bauarbeiten. Eigentlich sollte die Anlage noch vor Ostern eröffnet werden, pandemiebedingt habe sich alles noch einmal verzögert, berichtete Dörr.
Insgesamt habe das Projekt die Stadt 170.000 Euro gekostet. Nehme man die Sanierungsarbeiten hinzu, komme man am Ende auf Kosten von über 680.000 Euro. Das Land habe die Kommune mit Mitteln aus der Denkmalpflege in Höhe von 50.000 Euro unterstützt.
„Leider können wir aufgrund der Corona-Pandemie kein Eröffnungsfest feiern“, sagte Dörr. Er hoffe jedoch auf kleinere Veranstaltungen noch in diesem Jahr. Beispielsweise im September, wenn der Turmschreiber da ist.