Wachenheim Rat will weitere Förderung für Stadtsanierung

Wachenheim soll mithilfe eines neuen Förderprogamms weiter saniert werden.
Wachenheim soll mithilfe eines neuen Förderprogamms weiter saniert werden.

Der Stadtrat möchte, das Wachenheim in ein weiteres Stadtsanierungsprogramm aufgenommen wird. Was damit gemacht werden könnte und was noch zu tun ist.

Die Stadt Wachenheim will erneut die Aufnahme in ein Landesförderprogramm zur Stadtsanierung beantragen. Das beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

2012 wurden Teile der Stadt, vor allem die Altstadt, in das Förderprogramm „Städtebauliche Erneuerung – historische Stadtbereiche – städtebaulicher Denkmalschutz“ aufgenommen. Mit den Vorbereitungen für den Antrag sei 2009 begonnen worden, erinnerte Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Das Programm laufe nun aus, berichtete Stefan Schneider, Leiter Abteilung Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen der Verbandsgemeindeverwaltung. Für Maßnahmen der Stadt und die Sanierung von privaten Gebäuden seien keine Zuschüsse mehr möglich. Bei privaten Sanierungen bestehe noch eine Sonderabschreibungsmöglichkeit bei der Steuer.

Für möglichst großes Gebiet Förderung beantragen

Es seien „sehr viele positive Ergebnisse“ erreicht worden, doch es gebe auch noch einiges zu tun, meinte Bechtel. Um einen möglichst nahtlosen Übergang von dem bisherigen Förderprogramm zu einem anderen zu schaffen will, man laut Schneider jetzt mit den Vorbereitungen beginnen. Parallel solle das bisherige Programm beendet werden und die vorgeschriebene Abrechnung erfolgen. Bei Letzterer wird ermittelt, ob Zuschüsse zurückgezahlt werden müssen. Außerdem wird für jedes Grundstück im Sanierungsgebiet die Wertsteigerung errechnet und Grundstücksbesitzer müssen diesen Betrag zahlen.

Für welchen Bereich der Stadt das künftige Programm gelten wird, könne man noch nicht sagen, so Schneider. Es sei sinnvoll, für ein möglichst großes Gebiet eine Förderung zu beantragen, auch weil damit zu rechnen sei, dass die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, die für die Bewilligung des Antrags zuständig ist, das gewünschte Gebiet reduzieren werde.

Planungsbüro Deubert soll Antrag erstellen

An der Kirche solle „ein Platzcharakter geschaffen und die Straße so unauffällig wie möglich gestaltet werden“, nannte Bechtel einen seiner Pläne. Arnold Nagel (FWG) regte an, die Stadthalle hineinzunehmen und zu prüfen, ob der Neubau einer Stadthalle außerhalb des Gebiets finanziell gefördert werden kann. „Herr Nagel stuft die Haushaltslage als prekär ein, will kein Gewerbegebiet und will eine neue Stadthalle, das ist eine interessante Mischung“, kommentierte Bechtel.

Der Antrag für die Aufnahme in ein Förderprogramm soll von dem Planungsbüro Deubert in Quirnheim erstellt werden. Das wird 6150 Euro kosten. Das Büro betreut auch das derzeitige Sanierungsprogramm.

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