Land und Leute Pfalz und Schwaben „verwurschdeld“
Mit den Staatsbesuchen von Ex-Kanzler Helmut Kohl in Deidesheim erlangte die Pfälzer Delikatesse „Saumagen“ Weltruhm. Klaus Hambel, der in Wachenheim lebende Metzgermeister, hat inzwischen viele Kreationen des Leibgerichts der Pfälzer geschaffen. Mit Pfifferlingen, Feta-Käse oder Kastanien.
Kreativ war jetzt auch Johannes Stähly, Metzgermeister aus Niederkirchen. Der 40-Jährige, der auch der „Hausmetzger“ der Deidesheimer Saubande ist, hat einen Saumagenstrudel im Angebot. Eine Delikatesse, die die Herzen der Freunde der pfälzischen Küche natürlich höher schlagen lässt.
Pastete, Terrine oder Torte
Neu ist die Idee allerdings nicht. So hat ein Landauer Betrieb ihn bereits vor etlichen Jahren als Kombi von pfälzischen und schwäbischen Spezialitäten offeriert. Serviert wurde er auch schon bei der „Saumagen-Orden-Verleihung“ oder beim Internationalen Pfälzer Saumagen-Wettbewerb. Da gab es übrigens schon viel verrücktere Kreationen. Saumagen als Pastete, Terrine oder Torte beispielsweise. Sogar ein Saumagen-Praliné war schon dabei.
Helmut Kohl bevorzugte indes die klassische Variante. Mit ordentlich viel Schweinefleisch, Kartoffeln, Majoran und Muskat. Der Überlieferung zufolge waren Michail Gorbatschow, Ronald Reagan und Boris Jelzin begeistert. Nur Margret Thatcher ließ sich nicht so richtig überzeugen.
Großbritannien will halt immer eine Extra-Wurst.