Friedelsheim / Wachenheim Nils erklärt: Pelzige Besucher – wo bunte Blüten locken

Hummeln und andere Wildbienen besuchen die Malvenblüten im Weinberg.
Hummeln und andere Wildbienen besuchen die Malvenblüten im Weinberg.

In den Weinbergen findest du im Spätsommer noch an manchen Stellen besonders farbenfrohe Pflanzen. Wo nicht alles abgemäht wird, blühen sie bis weit in den Herbst hinein.

Das sieht nicht nur schön aus, sondern gibt sechsbeinigen Gästen auch lebenswichtige Nahrung. Wenn es im September kühler wird, lässt die sommerliche Vielfalt der Blüten immer mehr nach. Jetzt zählt jede Blume: An den Spät- und Herbstblühern der Pflanzenwelt finden Insekten noch Nektar und Pollen.

Kräftig leuchtende Blüten von Rosatönen bis zum dunklen Violett hat die Wilde Malve. Sie mag sonnige Stellen, zum Beispiel an Böschungen oder an Wegrändern in den Weinbergen. Von dieser Staude gibt es bei uns auch eine Unterart, das ist die „Dunkle Wegmalve“. Ein anderer Name dieser Pflanze lautet „Mauretanische Malve“. Ursprünglich stammt sie aus Gebieten in Afrika und am Mittelmeer.

Die Malve auf unserem Foto wächst in einem Weinberg zwischen Friedelsheim und Wachenheim. Wer hier vorbei kommt, sieht sofort: Diese Pflanze ist eine sehr gute Futterquelle. Oft kannst du Erdhummeln an den Blüten entdecken, aber auch andere Arten von Wildbienen. Es heißt, dass Hummeln besonders gern Farben mit Rot und Blau mögen. Kein Wunder also, dass das kräftige Malven-Lila so viele Brummer anlockt.

Übrigens: Wenn du die pelzigen Sechsbeiner beobachten willst, kannst du das ruhig aus nächster Nähe tun. Hummeln sind völlig friedliche Tiere. Und außerdem sind sie mit ihrer Suche nach Nektar so sehr beschäftigt, dass sie dich kaum wahrnehmen.

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