Deidesheim
Neuer Belag für die Laufbahn
Auch das häufig schlechte Wetter in diesen Tagen hält viele ehrenamtliche Helfer nicht davon ab, weiterhin an der Errichtung des Kunstrasenplatzes zu arbeiten. Selbst bei Einbruch der Dunkelheit wird teilweise gearbeitet. Am vergangenen Samstag wurden beispielsweise 250 Quadratmeter Pflastersteine um die Anlage verlegt. Bis zum Jahresende soll der Kunstrasenplatz fertiggestellt werden. Insgesamt hat die TSG nach Angaben der Verwaltung bereits Eigenleistungen im Wert von über 60.000 Euro erbracht. Weitere Einsätze sind zugesagt.
Im Verbandsgemeinderat ging es jetzt um die Herstellung und Reparatur der Zaunanlage, die Errichtung eines Verbindungsweges und die Herstellung einer Mähkante. Die Arbeiten sind notwendig, da im kommenden Jahr auch der Tartanbelag auf der 400 Meter langen Rundlaufbahn repariert werden soll. Darüber hinaus soll südlich der Laufbahn eine Crossstrecke für Läufer entstehen. Hierfür wird die TSG Deidesheim noch gesondert einen Bauantrag stellen. Die Reparatur der Zaunanlage an der Nordgrenze übernimmt der Bauhof.
Fragenkatalog an Lubenau
Nach ausführlicher Beratung beschloss das Gremium mehrheitlich die Übernahme der Kosten von 88.000 Euro für Zaunanlage, Verbindungsweg und Mähkante. Der Vorschlag der Verwaltung sorgte zunächst für weiteren Klärungsbedarf und hatte zur Folge, dass die FWG Bürgermeister Peter Lubenau (CDU) einen Fragenkatalog zur Beantwortung vorlegte. Es ging unter anderem um die Verträge zwischen der Verbandsgemeinde und der TSG Deidesheim, die bisherigen Zuwendungen, um Förderrichtlinien und Vergabepraxis. Und um die Frage, ob CDU-Ratsmitglied Bernd Anslinger, der gleichzeitig Vorsitzender der TSG Deidesheim ist, bei der Abstimmung über den Nachtragshaushalt als befangen zu gelten gehabt hätte.
Bürgermeister Peter Lubenau ließ eine Stellungnahme der Kommunalaufsicht verlesen, die diese Frage verneint. Dennoch wünschten Mitglieder von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FWG mehr Transparenz in solchen Fragen, um zu verhindern, dass der Eindruck aufkommt, einzelne Vereine würden bevorzugt.
Mehrheit für Zuschuss
CDU-Ratsmitglied Manfred Dörr, der auch Stadtbürgermeister Deidesheims ist, machte deutlich, dass es sich keineswegs um eine Bevorzugung der TSG gegenüber anderen Vereinen handele. Der Verein habe sich seit Jahren nicht nur mit Eigenleistungen eingebracht, sondern sich auch finanziell beteiligt. „Was die TSG bisher an Eigenleistungen erbracht hat, ist vorbildhaft“, sagte Dörr. „Wenn wir diesen Zuschuss nicht hinkriegen, dann ist das ein Armutszeugnis“, so Dörr. Bei vier Nein-Stimmen und vier Enthaltungen fand sich am Ende eine Mehrheit dafür.
Die Bezirkssportanlage wurde 1978 erstellt und im Laufe der Jahre stets erweitert. Ende der neunziger Jahre wurde der heutige Belag der Rundlaufbahn aufgebracht. Die Anlage gehört Stadt, Verbandsgemeinde und TSG Deidesheim zusammen. Der Kunstrasenplatz entsteht auf einem Erbgrundstück der Stadt Deidesheim. Die Verbandsgemeinde ist für die 400 Meter lange Rundlaufbahn sowie für das die Anlage umfassende Gelände zuständig. Die Stadt Deidesheim für die Spielfläche des Rasensportplatzes. Der Bau des Kunstrasenplatzes als Allwetterspielfeld kam 2020 durch Zurückstellung anderer Projekte kurzfristig auf Platz eins des Sportförderplans des Landes im Landkreis.