Deidesheim
Mehr Vermögensdelikte in der Verbandsgemeinde
Während es 2016 42 Unfällen mit Personenschäden gegeben hat, waren es im Jahr 2019 nur noch 31, berichtete Matthias Schramm von der Polizeiinspektion Haßloch im Deidesheimer Verbandsgemeinderat. 15 Menschen wurden schwer und 26 leicht verletzt. Im November starb ein 55-jähriger Radfahrer in Niederkirchen. Der Mann war auf einem unbefestigten Radweg gestürzt und anschließend eine gepflasterte Böschung in den kniehoch mit Wasser gefüllten Weinbachgraben hinabgefallen. Der zweite tödliche Unfall ereignete sich im Dezember auf der B 271 zwischen der Abfahrt Ruppertsberg und der Auffahrt zur A 65. Eine 19-jährige Frau war damals aus ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn gekommen und dort mit einem entgegenkommenden Auto zusammengeprallt. Wenn man sich die Situation über mehrere Jahre hinweg anschaue, seien drei leichte örtliche Schwerpunkte innerhalb der VG zu erkennen, an denen es immer wieder zu Verkehrsunfällen komme, erklärte Schramm.
Erhöhtes Unfallpotenzial
An der B 271-Anschlussstelle Ruppertsberg/Meckenheim stoßen Autofahrer, die von Bad Dürkheim kommen und nach links abbiegen, häufiger mit Fahrern, die von der A 65 kommen, zusammen. An der gleichen Anschlussstelle „weiter oben“ gebe es ebenfalls ein erhöhtes Unfallpotenzial: Autofahrer, die links auf die K 10 nach Meckenheim abbiegen, kollidieren dort mit Fahrzeugen, die aus Meckenheim kommen. Die letzte auffällige Stelle sei die B 271-Anschlussstelle Deidesheim/Niederkirchen, die nun wegen der neuen Auffahrt jedoch wahrscheinlich hinfällig sei. „Ich bin sehr glücklich mit dem Umbau und gehe davon aus, dass zumindest die schweren Unfälle an dieser Stelle zurückgehen werden“, prognostizierte Schramm.
Die Anzahl der Straftaten ist in der VG 2019 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Während es 2018 518 Kriminalfälle zu verbuchen gab, waren es 2019 414, berichtete Frank Hoffmann, Leiter der Polizeiinspektion Haßloch, in der Ratssitzung.
Weniger Diebstähle
Insbesondere im Bereich der Diebstähle sei ein starker Rückgang auszumachen. Während es im Jahr 2018 noch zu 85 einfachen und 60 schweren Diebstählen gekommen war, gab es im vergangenen Jahr nur noch 58 beziehungsweise 36. Zu den schweren Diebstählen zählen unter anderem Wohnungseinbrüche, deren Anzahl von 18 (2018) auf sechs (2019) zurückgegangen ist.
Die einzige Steigerung in puncto Kriminalität in der VG ist bei den Vermögensdelikten zu finden. 2018 gab es 73, im vergangenen Jahr laut Polizei 86 derartige Verbrechen, was sich auch als Trend in den einzelnen Ortsgemeinden abzeichnete.
Die Aufklärungsquote lag 2019 bei 60,1 Prozent und damit leicht unter dem Landesdurchschnitt.