Kreis Bad Duerkheim Markt-Kette Norma sieht keine Konkurrenz

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Ein Markt mit 1400 Artikeln, 90 Parkplätzen vor der Tür, Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr – so hat der Norma-Markt am Mittwochabend im Gönnheimer Gemeinderat sein Konzept präsentiert. Der Discounter sei aber nicht der einzige Interessent für den erhofften Markt zwischen den Nachbarorten Friedelsheim und Gönnheim, betonte Bürgermeister Wolfram Meinhardt.

Norma würde nach eigenen Angaben den Discounter auf Friedelsheimer Gemarkung selbst bauen und betreiben. Als weiteres Einzugsgebiet nannte Firmenvertreter Frank Babendererde auch Teile von Ellerstadt und Wachenheim. Mögliche Konkurrenz aus der Stadt sah er für seine Firma nicht. Der dort vorhandene Vollsortimenter ergänze sich mit einem Discounter, auch einen möglichen weiteren Markt fürchte er nicht. Schließlich sei man nicht nur auf Wachenheim angewiesen. Angegliedert an einen Markt sei ein Snack- oder Cafe-Bereich von etwa 100 Quadratmetern geplant. Eine eigene Bäckerei bringe der Discounter nicht mit, kann sich aber die Zusammenarbeit mit örtlichen Bäckern oder Metzgern vorstellen. In der Regel werde ab sechs Uhr morgens angeliefert. Babendererde verwies auf das Lärmschutzgutachten, das noch angefetigt werde. Friedelsheims Bürgermeister Peter Fleischer (FWG) konnte gestern auf Nachfrage noch von anderen Interssenten berichten. Neben Norma hätten auch Projektentwickler für Penny Interesse angemeldet. Penny baue allerdings nicht selbst. Fleischer plädiert für Zurückhaltung. Bevor das Baurecht nicht geschaffen sei, könne noch nicht konkret geplant werden. „Zustimmend zur Kenntnis“ nahm der Gönnheimer Rat das Zielabweichungsverfahren. Die Friedelsheimer Räte hatten bereits einen Tag zuvor die Verbandsgemeinde beauftragt, das Verfahren an die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) in Neustadt weiterzugeben. Bürgermeister Meinhardt sagte, dass das Verfahren auch ohne Gönnheimer Beteiligung laufen könne, da sich das entsprechende Gelände auf Friedelsheimer Gemarkung befinde. Heike Ditrich (FWG) betonte in diesem Zusammenhang, dass die SGD Wert auf die Zustimmung beider Ortsgemeinden lege. Norbert Böhmer (CDU) regte zunächst an, vor einem Beschluss eine Bürgerversammlung abzuhalten. Ditrich argumentierte, dass eine solche Veranstaltung erst vor der Detailplanung sinnvoll sei. Erst wenn eine Zielabweichung genehmigt sei, könne man den Bürgern ausführliche Informationen anbieten. Dann könnten sich auch mehrere Discounter vorstellen. Das sei wohl erst im Jahr 2016 der Fall. (jpl)

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