Kreis Bad Duerkheim Mümmelmann bleibt verschont

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Ein bisschen weiter nach links, jetzt etwas nach oben und ausatmen. Ganz ruhig halten, zielen und Schuss. Die kleine Patrone saust auf den Osterhasen zu. Hoffentlich getroffen. Beim Wachenheimer Schützenverein geht es aber keinem Mümmelmann wirklich an den Kragen. Mit kleinen Patronen wird hier auf Hasenscheiben geschossen. Zur Belohnung gibt es bunte Ostereier fürs Nest und Tonhasen für die Osterdekoration.

Seit 25 Jahren kann man im Vereinshaus des Schützenvereins im Poppental in Wachenheim nun schon die Osterhasen jagen. Als Erstes muss man sich seine Zielscheiben am Eingang holen. Dabei hat man die Wahl: Auf die Hasen schießen, um später einen Osterhasen zu gewinnen oder auf kleine Scheiben für Ostereier. Pro Treffer gibt es ein Ei in Gelb, Blau oder Rosa. Viermal darf man dann auf die Scheiben zielen. Bei den zehn Schießständen des Vereins stehen dann erfahrene Hasenjäger neben Kirmesschützen. So einer ist auch der 14-jährige Felix Fischer aus Niederkirchen. „Mir hat das Osterschießen gut gefallen, ich war neugierig und wollte es mal ausprobieren“, erzählt er. Nächstes Jahr wiederzukommen, kann er sich gut vorstellen. Bis er aber so viele Osterhasen wie Regina Weber aus Bad Dürkheim hat, dauert es noch ein paar Jahre. Sie und ihr Mann kommen schon seit rund 20 Jahren zum Osterschießen ins Poppental. „Die Eier, die wir heute schießen, versteckt morgen noch mal der Osterhase“, erzählt Weber lachend. Besonders gut würde dieses Jahr das Laserschießen für Kinder bis zwölf Jahre ankommen, berichtet Klaus Baßler, der Vorsitzende des Schützenvereins. Dass man sowohl Hasen als auch Eier schießen kann, liege vor allem an den vielen Stammkunden, die jedes Jahr kommen. „Viele haben schon zwanzig Osterhasen zu Hause, die nehmen dann auch gerne Ostereier mit“, meint er. Dieses Jahr ist Baßler zufrieden mit dem Andrang, bis Karsamstag waren schon rund 10.000 Eier verteilt worden. Eins davon hat auch Philipp Stock aus Ellerstadt bekommen. Der Siebenjährige war mit Papa und Opa beim Kinderschießen. Unter der Anleitung von einem der Helfer des Vereins zielt er ganz genau und bekommt dann auch – sichtlich stolz – ein blaues Ei dafür. „Es ist schon schwer zu treffen“, meint er. Ob das blaue Ei am Ostersonntag versteckt wurde oder schon vorher auf dem Brot gelandet ist, ist der RHEINPFALZ leider nicht bekannt. Aber für begeisterte Osterhasenjäger, hat der Osterhase bestimmt noch ein zweites versteckt.

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