Kreis Bad Duerkheim Leserbriefe an die Lokalredaktion:

Mit großer Mühe veranstaltet alljährlich der Förderverein der Wachtenburg das Burgfest. Es ist bekannt, dass der Erreichbarkeit der Burg mit dem Auto Grenzen gesetzt sind. Das ist auch gut so. Aus diesem Grunde hat der Veranstalter eigens einen Bus-Pendelverkehr für diese Zeit eingerichtet, mit einem ausgeschilderten Haltepunkt an der Bushaltestelle Marktplatz. Ebenfalls gut so. Eine Bushaltestelle ist ja zudem eine Parkverbots-Zone und deshalb dazu bestens geeignet. Aber was sich da zuträgt, spottet jeder Beschreibung. Da gibt es doch gewisse Anwohner, die der Ansicht sind, mit dem Kauf oder Besitz eines beziehungsweise mehrerer Autos auch gleichzeitig einen Anspruch auf einen unentgeltlichen Dauer-Abstellplatz zu haben. Sie platzieren ihre Pkw in ungeheuerlicher Weise und blockieren damit die eingerichtete Bushaltestelle. Und das Ganze wird auch noch vom Ordnungsamt Wachenheim durch deren Untätigkeit gefördert. Werden Besucher-Busse für Schloss Wachenheim erwartet, dann werden dementsprechende Schilder aufgestellt. Sehr merkwürdig: Findet das Burgfest statt, dann interessiert dies die Ordnungsbehörde in Wachenheim nicht im allergeringsten. Scheinbar ist die Überwachung dann auch noch von der Verfügbarkeit von Ausleihkräften der Nachbarstadt Bad Dürkheim abhängig, weil offensichtlich keine eigenen Kräfte dafür zur Verfügung stehen. Nebenbei bemerkt werden solchen Anwohnern unbehelligt durch das Parken ihrer Fahrzeuge innerhalb der „Kurzparkzone“ auf dem Rathausplatz die gleichen Zugeständnisse „ohne“ Auslegung einer Parkscheibe (die ist ja viel zu teuer) gemacht. Den zuständigen Bürgermeister juckt das scheinbar nicht. Ein vor Monaten gemachter Vorschlag, die ohnehin seit Jahren nicht mehr benutzte Bus-Haltestelle im Interesse der wenigen noch vorhandenen Einkaufs-Möglichkeiten für die Geschäftsleute und die Kunden in eine Kurzzeit-Parkzone umzuwandeln, wurde nicht verwirklicht. Ihr lieben genervten Anwohner in der Gundheimer Gasse. Was Ihr da bemängelt und was da Unmut und Ärger generiert, ist alles nachvollziehbar und zu verstehen. Trotzdem hab ich nur ein müdes Lächeln für Euer Leiden übrig. Ich lade alle mal gerne nach Kallstadt ein. In dem Bereich, so von der Metzgerei bis zum Saumagenplatz, könnt Ihr Euch mal für fünf Minuten auf den Bürgersteig stellen oder mal auf dem selben durch diesen Bereich laufen. Ihr dürft auch mal einige Zeit aus dem offenen Fenster sehen und dabei die Autos zählen. Kurzum, was da in der Gundheimer Gasse „geboten“ wird, haben wir schon seit Jahrzehnten und noch Einiges mehr: Kompletter Verkehrsstrom mit Gegenverkehr; mehr Lärm durch die lückenlosen Häuserreihen; die 30-Stundenkilometer-Begrenzung interessiert fast keinen; Gehwege, die den Namen nicht verdient haben; breiter als die Gundheimer Gasse ist es hier sicher auch nicht. Also, ich werde mal versuchen, Parkbuchten zu beantragen. Alte Anhänger zu besorgen, ist wohl das geringste Problem.