Kreis Bad Duerkheim Leserbriefe:

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Den Aussagen von Herrn Raudszus bezüglich der abnehmenden Singvogelzahlen kann ich vollumfänglich zustimmen, denn auch an der Futterstelle in unserem Garten finden sich in diesem Jahr nur einige Sperlinge ein. Von Artenvielfalt keine Spur mehr. Bei der Ursachensuche wurde bisher in keinem Bericht darauf hingewiesen, dass wertvolle Biotope für die Singvögel verloren gehen durch immer großflächigere Rodungen von dichten Hecken, Gehölzen und Bäumen entlang der Straßen (insbesondere der L271) durch den Landesbetrieb Mobilität, entlang der Feldwege durch die Winzer, entlang der Bachläufe durch den Gewässerzweckverband Isenach und entlang der Bahnstrecken durch die Deutsche Bahn. Ich wohne seit 1989 am Dürkheimer Flugplatz und arbeitete bis 2014 hauptberuflich, danach nebenberuflich auf dem Tower. Vor Jahren konnte man noch Amseln, Bachstelzen, Kiebitze, Rotschwänzchen und andere Arten sehen sowie zeitweise sogar ganze Rebhuhnfamilien. Mit Zunahme der Elstern- und Krähenpopulation verschwanden diese Arten. Ich bin daher der Meinung, es liegt nur an diesen Nesträubern. Wir lassen jedes Jahr nicht verwendete Grasstreifen für Bodenbrüter bis Juni ungemäht. Es wird nie in irgend einer Form gespritzt. Außerdem gibt es viele Hecken und Bäume, auch am benachbarten Campingplatz. Schade! Mit Bedauern habe ich von der Verbannung der Straßenmusik aus Kurpark und Innenstadt gelesen. Als Liebhaber von Kleinkunst jeglicher Art empfand ich die kleinen Melodien am Wegrand stets als angenehme Stimmungsaufheller. Wenn ein Anwohner das „Petit fleur“ zum wiederholten Male hören muss, mag das für ihn nervtötend sein, aber als Passant höre ich es ja jeweils nur ein einziges Mal und kann es entsprechend genießen. Konzertniveau erwarte ich von Laienmusikern nicht, obwohl junge Musikstudenten manchmal Erstaunliches bieten. Letztlich sollten doch die Interessen der Allgemeinheit über denen einiger weniger Anwohner stehen. Bezüglich der Lautstärke halte ich Obergrenzen auf jeden Fall für wichtig und das Verbot elektronischer Verstärkung für sinnvoll. Aber völliges Verbot? Nein. Ich werde jedenfalls die kleinen musikalischen Überraschungen und „Gute-Laune-Macher“ im Kurpark sehr vermissen und mich an ein sterileres Ambiente gewöhnen müssen. Schade um die nette Kurparkstimmung aus früherer Zeit! Anstatt auf die oft auch in finanziellen Nöten lebenden Gelegenheitsmusikanten, sollte man das Augenmerk viel mehr auf die jungen Vandalen richten, die im Kurpark regelmäßig ihr Unwesen treiben.

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