Kreis Bad Duerkheim Leserbriefe:

Vorschnell und recht einseitig kommt der Wachenheimer Bürgermeister Torsten Bechtel zu dem Urteil, „der Vertrag war schlecht“! Wenn wir kurz zurückblicken, so ergibt sich bei objektiver und nicht politischer Bewertung der Sachlage das Folgende: War es nicht der Rat der Stadt Wachenheim, der in einer seiner vorherigen Sitzungen unter Forderung der CDU beschlossen hat, wenn ein Vollsortimenter im Pfortenstück entsteht, die Voraussetzung für den städtebaulichen Vertrag zu schaffen! Diese einstimmige Ratsentscheidung – von der es in Wachenheim seither nicht mehr allzu viele gibt – war nahezu ideal, den städtebaulichen Vertrag anzugehen. Denn dieser regelte eindeutig die Übernahme der Kosten für die Vorplanung, so dass bei unterschriftsreifen Verträgen die Bauherren die Kosten zu tragen hätten. Spätestens hier stellt sich nun die Frage, warum der so positiv beschrittene Weg nicht weiter verfolgt wurde, sondern zu Lasten der Stadt ein teures Ende nahm. Warum, Herr Bechtel, war der Vertrag so schlecht, wenn alle Voraussetzungen und Inhalte des Vertrages bis zur dann folgenden Kommunalwahl so gut waren? Ab dann waren ja Sie für alles Weitere an der Stadtspitze verantwortlich. Wenn jeder Besitzer eines Gebäudes so handeln würde, wie hier im Fall der Tiefgarage, dann wäre Bad Dürkheim bald eine Geisterstadt (siehe auch den Zustand unserer Straßen und Brücken). Da die Tiefgarage aber nicht im Besitz einer normalen Bürgerin oder Bürgers ist, kann man es ja verkommen lassen. Ein normaler Hausbesitzer würde nicht acht bis zehn Jahre benötigen, um eine Entscheidung für die Sanierung zu fällen. Das zeigt mal wieder, wie die öffentliche Hand mit unseren Steuergeldern umgeht. Im Falle der Sparkasse mit den Gebühren und Zinsen der Sparkassenkunden. Die Vorstandsgehälter steigen in ungerechtfertigte Höhen, wie man liest von 300.000 bis über 600.000 Euro pro Jahr, dazu noch einen großen Dienstwagen um nach außen hin zu repräsentieren. So ähnlich verhält es sich auch bei den Landräten und deren viel zu vielen Beigeordneten, die zu vielen öffentlichen Veranstaltungen fahren, um wie auch immer sich zu repräsentieren. Dies alles auf Kosten des Steuerzahlers und Bankkunden. Hier muss unbedingt ein Umdenken stattfinden. Ach ja, da gibt’s noch die Rechnungshöfe, die kontrollieren sollen, aber immer nur, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Der normale Bürger dreht den Groschen zweimal um, bevor er ihn ausgibt.