Kreis Bad Duerkheim Leserbrief:

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Leider ist das Fazit „Wer kann schon über 100, 200 Jahre eine Garantie geben. Und was ist diese dann wert?“ etwas fragwürdig. Denn diese Sicherheit liegt natürlich in der Wahl der Sanierungsmethode. Ganz sicher trifft die Aussage „Es gibt kein Verfallsdatum“ exakt auf den Inhalt der zu sanierenden BASF-Deponie Feld 3 zu, denn hier ist in den Industrieabfällen, grob gesagt, das gesamte Periodensystem versammelt mit Halbwertszeiten (Abbauzeiten) von mehreren Jahrhunderten. Das ist auch genau der Grund für die Kritik, denn eine Dichtschlitzwand hat eine „Haltbarkeit“ von normalen Bauwerken laut Aussage der Ingenieure (zirka 30 Jahre). Und dann muss doch logischerweise auch die nächsten Jahrhunderte gewährleistet sein, dass die Instandhaltung, das Monitoring, der Austausch der Filter in der Kläranlage, der ganze personelle Aufwand von irgendjemand verantwortlich betrieben wird – das ist die Konsequenz aus der von der BASF favorisierten Sanierungslösung. Und es besteht nach wie vor das Risiko, dass diese vielfältigen und definitiv gesundheitsschädigenden Stoffe nicht nur im oberen, sondern auch in den mittleren Grundwasserspiegel vordringen – langsam, aber doch ziemlich sicher. Ein Ende ist nur absehbar, wenn eine gründliche Lösung erfolgt – Auskofferung, dann kommt nichts mehr nach. Der Vorschlag einen „Generationenfonds“ einzurichten, ist entstanden, um für die künftigen Generationen die finanziellen Grundlagen und Sicherheiten für diese „endgültige Sanierung“ zu schaffen. Und es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass sich die jungen Menschen aus Bad Dürkheim, Erpolzheim und Birkenheide nicht für diese absehbare künftige Gefahr interessieren und für adäquate Lösungen stark machen. Vielleicht fehlt hier eine wirklich öffentliche und unabhängige sachliche, aber dann auch zukunftsorientierte Diskussion.

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