Kreis Bad Duerkheim Lachnummern im Wilden Westen
Fünf Stunden lang entführte der FC Bächel aus Wachenheim sein feierbereites Publikum in der voll besetzten TV-Halle in Gönnheim in den Wilden Westen. Hinter der Theke der Bar des bis ins Detail liebevoll gestalteten Westernsaloons auf der Bühne hatten Sitzungspräsidentin Petra Heberlein und ihre Frauenmannschaft Nicole Klein, Laura Riedle, Oksana Merdian und Elaine Hladik Platz genommen.
Sie moderierten gemeinsam mit Heberlein die Prunksitzung, die sowohl länger bekannte als auch neue Akteure im Angebot hatte. Geschätzt an die 300 Gäste, die meisten kamen aus Wachenheim, ließen sich willig in den Wilden Westen entführen und forderten ein ums andere Mal eine Zugabe von den Aktiven. Stark vertreten waren die Wachenheimer Fasnachter bei der Jugend in der Sparte Gardetanz, laut Heberlein auch deren ganzer Stolz. Sie hatten mit Jeremie Penske aber auch einen talentierten Büttenredner aufzubieten. Dem Motto gerecht eröffneten die Kleinsten, die Mini- und Jugendgarde, mit „Cowboy und Indianer“ den Abend, übers Jahr eingeübt hatten das mit den zwischen drei und zehn Jahren Kindern Sandy Labenski und Oksana Merdian. Schon wie richtige alte Hasen kam das Tanzpaar Lewin Klein, zehn Jahre alt, und Melina Bischoff, zarte acht, auf der Bühne daher, das Publikum dankte es ihnen und ihrer Trainerin Julia Kohler mit heftigem Applaus. Den Mariechentanz teilten sich die von Annkathrin Pfirrmann trainierte Valerie Merdian und die von Alicia Strahberger trainierte Jule Biebel. Den obligatorischen Spagat beherrschten die zwischen elf und 14 Jahre alten Tänzerinnen der von Kohler trainierten Juniorengarde perfekt. Etwas schwer hatte es noch Bauchrednerin „Brezel“, Ulrike Weiß, und ihre „pubertäre“ Puppentochter Linchen aus Speyer. Der Abend war wohl noch zu jung und die Stimmung noch nicht so locker. Der „Wilde Herzbube“ Günther „Dudi“ Dudenhöfer von der Siedlergemeinschaft Grünstadt, ein alter Bekannter, nahm sein Publikum routiniert mit auf seine Lachtour als massiger Wasserverdränger in der Badewanne. Ihre „Vollpension für hundert Mäuse“ bei den Eltern vermisste die junge Myriam Klein von den „Fröhlichen Zechern“ aus Ruppertsberg nach ihrem „Auszug in die Freiheit“ schmerzlich. Die geschwätzige „Kättl Feierdaach“, alias Jutta Hinterberger, war „mit de Hannelore in Spanien“, ihre „Mickepletsch“ stammte aus dem Sexshop. Der Tal-Ötzi aus Frankeneck, Peter Lingenfelder, heizte dem Publikum vor der Pause musikalisch ein. Seitdem die Fasnachter eine Abteilung des FCK Fanclubs FC Bächel bilden – in diesem Jahr standen sie als solche zum vierten Mal auf der Bühne – ist es Sache der „Odama Katzbachgugga“, dem Saal mit ihrer schrägen und lauten Guggemusik nach der Pause einzuheizen. Sie taten es dieses Mal auch wieder mit viel Erfolg. „Alles e bissel schief“ lief für den „Staubsaugervertreter“ Jeremie Penske, unter anderem auch als Samenspender. Auch von Anfang an die Treue gehalten hat dem FC Bächel Oliver Betzer, Präsident des Fasnachtsclubs Felsenland aus Fischbach. Am Samstag war er der „Prinz Härtschder“ auf dem Weg nach Mainz und sein Vortrag war erneut mit Lachgarantie versehen. Ausschließlich eine weibliche Domäne war die Aktivengarde und die Schautanzgruppe als Saloondamen unter Trainerin Sandra Leibfried, beide wurden vom Publikum mit kräftigem Applaus belohnt. Die „Goldenen 20er neu aufgelegt“ hatte das Männerballett der „Fröhlichen Zecher“ in ihrer aufwendigen Darbietung. Das fusionierte Männerballett des FC Bächel und der „Dubbeglasfunke“ der Gönnheimer Fasnachter traten dem Motto entsprechend als Cowboys und -girls auf und wagten mit „Cotton Eye Joe“ und einem Can Can eine „Reise in den Wilden Westen“. Damit das auch klappte, dafür hatten Christine Kirsch und Petra Heberlein gesorgt. Weil die Sitzung früh (17.11 Uhr) begonnen hatte, kamen die Narren trotz knapp fünf Stunden Programm lange vor Mitternacht wieder heim. (mkö)