Kreis Bad DÜrkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Kreisstraßen-Sanierung: Es hängt an Planungskapazitäten

20.000 Euro fließen in die Gabionenwand zwischen Höningen und Leistadt an der K31.
20.000 Euro fließen in die Gabionenwand zwischen Höningen und Leistadt an der K31.

2,82 Millionen Euro sollen im kommenden Jahr in die Kreisstraßen fließen. Das hat Beigeordneter Sven Hoffmann (CDU) im Kreisausschuss am Montag mitgeteilt. Allerdings sind das nicht nur Kreismittel, es gibt Fördergelder für die Arbeiten.

Der Kreisbeigeordnete sprach von einer „überschaubaren Anzahl an Sanierungsmaßnahmen“, was nicht daran liege, dass man nicht mehr machen wolle. Vielmehr sei man an die Kapazitäten des Landesbetriebs Mobilität gebunden.

Größter Brocken ist die K30, wo Hangsicherung und Bestandsausbau von der L517 bis zur Ortsdurchfahrt Battenberg anstehen. Kostenpunkt: 1,25 Millionen Euro. An zwei Teilbereichen unterhalb der Straße ist die Böschung instabil. „Der LBM befürchtet, dass die Straße bei einem Starkregenereignis komplett abrutschen könnte“, erklärte Hoffmann hierzu. Arbeiten an der Stelle waren schon länger geplant, werden jetzt aber wegen der Dringlichkeit vorgezogen. Auf Nachfrage von Heidi Langensiepen (FDP) erklärte Hoffmann, Straßen würden vom LBM regelmäßig alle zwei Jahre besichtigt und je nach Ergebnis Arbeiten geplant und manchmal – wie in diesem Fall - auch vorgezogen. „Die Straße ist nach wie vor offen“, betonte Hoffmann.

Arbeit an Ortsdurchfahrten

Bei der Sanierung der Marlachbrücke bei Meckenheim an der K8 sind im Jahr 2022 Kosten von 155.000 Euro geplant, insgesamt kostet die Maßnahme 430.000 Euro.

Beim Ausbau der K1 zwischen Kirchheim und Weisenheim am Berg sind laut Hoffmann die eigentlichen baulichen Maßnahmen abgeschlossen, „es steht im kommenden Jahr nur noch Landespflege aus“, die etwa 10.000 Euro kosten wird. In dem Zusammenhang wird auch an der Kirchheimer Ortsdurchfahrt gearbeitet, Kosten: 200.000 Euro, Eigenanteil des Kreises: 70.000 Euro. Allerdings laufen hier noch Gespräche mit LBM und Ortsgemeinde Kirchheim wegen der Abstufung der Straße, die dann keine Kreisstraße mehr sein soll.

Förderung erhöht

An der K10 wird an den Ortsdurchfahrten von Meckenheim und Ruppertsberg gearbeitet. Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Meckenheim sind laut Hoffmann immer wieder verschoben worden, weil Leitungen der Versorgungsträger noch nicht final untersucht waren. Hier stehen im Jahr 2022 Kosten von 125.000 Euro an. Insgesamt kostet die Maßnahme 425.000 Euro, der gesamte Eigenanteil des Kreises liegt bei rund 150.000 Euro. „Die Maßnahme in der Ortsdurchfahrt Ruppertsberg ist an sich abgeschlossen, es stehen nur noch kleinere Restarbeiten an“, führte Hoffmann weiter aus.

300.000 Euro sollen Arbeiten an der K36 zwischen Tiefenthal und Nackterhof kosten. Auf 100.000 Euro werden Arbeiten wegen eines Böschungsrutsches bei der „Hornesselwiese bei Helmbach“, wie Hoffmann sagt, geschätzt. Die Maßnahme soll 2022 umgesetzt werden. Wegen mangelnder Planungskapazitäten beim LBM könnte es aber auch 2023 werden.

Erhöhter Förderbedarf

20.000 Euro müssen in die Gabionenwand zwischen Höningen und Leistadt (K31) investiert werden, 50.000 Euro sind es für den Radweg zwischen Ungstein und Erpolzheim (K5) und 400.000 für den in Gerolsheim/Lambsheim (K24). Außerdem wird an der K24 bei Dirmstein gearbeitet mit erwarteten Kosten von 180.000 Euro.

Von den jeweils aufgelisteten Kosten trägt der Kreis nur einen Teil. Zum Hintergrund: Eigentlich gilt eine Förderung von 60 Prozent des Landes. „Aufgrund der finanziellen Situation des Landkreises gilt wie schon für 2021 auch für 2022, dass ein erhöhter Bedarf festgestellt wurde und die Förderung normalerweise bei 65 Prozent liegt“, erklärte Hoffmann dazu. „Wie es dann 2023 aussieht, bleibt abzuwarten.“

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