deidesheim
Keine Verbesserung der Sicherheit für Radfahrer?
Die Verwaltung hatte zusammen mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) einen Vorschlag erarbeitet, der die Radfahrer über eine gesicherte Verkehrsinsel führen soll. In umgekehrter Richtung sollen die Radfahrer den Plänen zufolge über einen Schutzstreifen auf die Weinstraße geführt werden. Außerdem soll der Bordstein am Ende des Radwegs (aus Richtung Forst kommend) abgesenkt werden, da die vorhandene Bordsteinkante eine Höhe von etwa 15 Zentimetern habe. Der Stadtrat hat dieser Lösung in seiner jüngsten Sitzung jedoch nicht zugestimmt, sondern das Thema vertagt.
Der Grund: Die Ratsmitglieder sehen mit den geplanten Maßnahmen keine deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrer. Ratsmitglied Eric Steffen (CDU) wies in der Diskussion darauf hin, dass die geplanten Maßnahmen aus seiner Sicht die Radfahrer eher gefährdeten. Beispielsweise wenn Lkw, die von der Steingasse kommen, in die Weinstraße einbiegen oder auch umgekehrt. Große Fahrzeuge benötigten beim Abbiegen die volle Straßenbreite, so dass es zu einer Gefährdung der Radfahrer kommen könnte. Auch sah Steffen keinen Sinn in der Verlängerung der Radwegeführung nach dem Übergang vom Rad- und Gehweg auf die Weinstraße, da die Radfahrer sich spätestens bei den gekennzeichneten Parkplätzen ohnehin auf der Weinstraße befänden. „Aus meiner Sicht trägt diese Planung keinesfalls zur Sicherheit der Radfahrer bei“, meinte Steffen.
Auch die übrigen Fraktionen sahen in der vorgelegten Planung noch keinen Fortschritt zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Der Stadtrat beschloss, dass die Maßnahme zurückgestellt wird und sowohl die Verkehrskommission als auch der LBM um Stellungnahmen zu den Bedenken gebeten werden.
In dem Zusammenhang wurde erneut die Forderung nach Tempo 30 auf der innerörtlichen Weinstraße laut. „Wir haben in dieser Sache schon viel unternommen, aber das liegt nicht in unseren Händen, da die Weinstraße eine Landesstraße ist“, erklärte Stadtbürgermeister Manfred Dörr. Dennoch wolle er sich in Gesprächen mit dem LBM weiterhin dafür einsetzen.