Kreis Bad Duerkheim Kanalnetze werden modernisiert

Die Abwassergebühren in der Verbandsgemeinde Wachenheim bleiben 2017 konstant. In den nächsten Jahren wird in die Sanierung der Kläranlagen und der Kanalnetze investiert. Über den Wirtschaftsplan des Abwasserbeseitigungswerkes der Verbandsgemeinde stimmt heute Abend (19 Uhr, Rathaus) der Verbandsgemeinderat ab.
Den größten Sanierungsbedarf in der Verbandsgemeinde hat die Kläranlage Wachenheim, besagte ein im Oktober vorigen Jahres vorgestelltes Energieeffizienz- und Modernisierungskonzept des Ingenieurbüros Weber aus Pforzheim. Es stellte fest, dass die biologische Stufe der Wachenheimer Kläranlage sowohl vom Volumen als auch von der technischen Ausrüstung her unzureichend sei und deshalb erweitert werden müsse (wir berichteten). Das Sanierungsvolumen von vier Millionen Euro erfordert eine europaweite Ausschreibung, die gerade läuft. Im Haushalt der Abwasserwerke des laufenden Jahres sind eine Million Euro für dieses Vorhaben eingestellt, die meisten Arbeiten werden erst für das nächste Jahr erwartet. 230.000 Euro sind für Modernisierungsmaßnahmen an der Kläranlage in Ellerstadt vorgesehen – hier hatten die Ingenieure bei der Schwachstellenanalyse Druckverluste durch Verschleiß und Ablagerungen für den ungewöhnlich hohen Energieaufwand von 63,4 kWh pro Einwohner und Jahr (Wachenheim: 44,4, Gönnheim: 37,9) ausfindig gemacht. Für die Beseitigung der Defizite im Bereich des Umlaufbeckens in der Gönnheimer Kläranlage stehen 200.000 Euro im Wirtschaftsplan des Abwasserbeseitigungswerkes. Im Wachenheimer Neubaugebiet „Pfortenstück“ ist die Kanalisation komplett fertig. Muss hier nichts nachgebessert werden, geht sie in den Bestand des Abwasserbeseitigungswerkes über. Bezahlt wurde die Kanalisation über die Erschließungskosten. Der zweite große Brocken im Investitionshaushalt des Werkes ist, nachdem die Vorarbeiten gemacht und ausgewertet sind, die Sanierung der Kanalnetze in Friedelsheim, Gönnheim und Wachenheim in den nächsten drei Jahren. Das geschieht zum überwiegenden Teil mit Hilfe des so genannten Inliner-Verfahrens. Ein Großteil dieser Arbeiten ist für Wachenheim mit 1,3 Millionen Euro bereits vergeben, für Friedelsheim und Gönnheim stehen 350.000 Euro im Haushalt. Die Inliner-Methode bedeutet, dass bestehende Abwasserkanäle auf ihrer Innenseite mit einer Folie ausgekleidet werden, dafür müssen sie nicht freigelegt und folglich die Straßen nicht aufgegraben werden. Laut Kämmerer Werner Reinhardt sind keine Kreditaufnahmen vorgesehen, die Sanierungen werden aus der laufenden Kasse bezahlt. Ein Klimaschutzkonzept für die Verbandsgemeinde und ein „Klimaschutzteilkonzept Integrierte Wärmenutzung in Kommunen sollen heute auf den Weg gebracht werden. Außerdem geht es im Verbandsgemeinderat heute um die Beschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs für die Feuerwehr |mkö/jpl