Kreis Bad Duerkheim Inzwischen gute Freunde

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Musik hat wieder geholfen. Das Benefizkonzert im voll besetzten Von-Busch-Hof in Freinsheim am Samstagabend war ein voller Erfolg. Es war emotional, verbindend und brachte reichlich Spenden ein.

„Ich hoffe Ihr versteht mich mit dem Herzen“, kündigte Ahmed Alhelou sein Lied in arabischer Sprache über die Liebe zur Mutter Heimat an, das er schon beim Konzert in Wachenheim gesungen hatte. Damit begann er den zweiten und bewegendsten Teil des Konzerts „Musik hilft“, das Caroline Simpson zusammen mit dem Verein Miteinander organisiert hatte. Abwechselnd mit Alhelou präsentierte Anas Kass Daoud populäre Lieder aus dem Nahen Osten, die bei den Flüchtlingen im Publikum Emotionen hervorriefen: Mal sangen sie leise und fast sehnsuchtsvoll mit, dann wieder laut und aus vollem Herzen. Es waren überhaupt viele Flüchtlinge unter den knapp 400 Besuchern. Sie hatten ihren Anteil am Gelingen der Veranstaltung. Die verschiedenen Wohngruppen hatten typische Speisen für ein großes und abwechlsungsreiches Buffet zubereitet, das bei den Gästen großen Anklang fand. Eröffnet wurde das Konzert vom Sunny Site Quintet, die unter anderem Fred Astaires „Cheek to cheek“ und „On the sunny side oft he street“ von Loius Armstrong neu arrangierten. Ani und Alanna, die jungen Singer-Songwriterinnen beeindruckten danach mit ihren eigenen tiefgehenden Kompositionen und mit Coverversionen. Das Duo Blue Eyes mit Sängerin Elli Menge sorgte mit Chansons von Edith Piaf, Patricia Kaas und Zaz für französisches Flair. Die jeweiligen Umbaupausen nutzten die beiden Vorsitzenden des Vereins Miteinander, Marie-Luise Wiesenbach und Silke Stevermüer, um die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer vorzustellen. Zwischen den Auftritten der syrischen Sänger hielt Mohammad Al-Husain stellvertretend für die Flüchtlinge eine Rede auf Arabisch, in der er sich glücklich schätzte, Krieg und Flucht überstanden zu haben und sich speziell bei den Ehrenamtlichen Helfern bedankte. Sie seien inzwischen gute Freunde geworden. Zum Schluss bat er um eine Schweigeminute zum Gedenken an alle weltweit gestorbenen Flüchtlinge. Maral’s Dance Company beschloss danach den orientalischen Teil. Die Choreographien der armenischen Tanzlehrerin beeindruckten nicht nur die Flüchtlinge. Caroline Simpson kam noch einmal auf die Bühne. Zusammen mit Axel Müller präsentierte sie Jazzversionen von Popliedern aus den 1980er-Jahren und gab den Songs damit eine neue Atmosphäre. Der Gospelchor Freinsheim beendete das Konzert mit bekannten Kirchenliedern. Die mitgekommenen Kinder gingen übrigens mit gutem Beispiel voran. Sie kannten keine Berührungsängste zwischen den Kulturen. Sie spielten miteinander, unabhängig von Herkunft oder Sprachkenntnissen. Die Reaktionen der Zuhörer nach dem Konzert waren sehr positiv, was auch in den aufgestellten Spendenbehältern am Ausgang zu sehen war. Sie waren reichlich mit Geldscheinen gefüllt. Die eingenommenen Spenden müssen allerdings noch gezählt werden.

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