Kreis Bad Duerkheim „Inhaltlich nicht weit voneinander entfernt“

Alle Entscheidungen fielen einstimmig in der Wachenheimer Stadtratssitzung am Montagabend. Lediglich bei der Rechnungsprüfung der Haushaltsjahre 2010 bis 2012 kam es zu einer kurzen Diskussion.
Arnold Nagel (FWG) stellte drei Anträge an die Verwaltung. Sie solle demnach ein Antrags- und ein Beschlussausführungsprotokoll führen und an den Stadtrat weitergeben. Außerdem setzte er sich für Nachhaltigkeitsprüfungen bei Investitionsentscheidungen ein. „Warum haben Sie das nicht schriftlich eingereicht?“, fragte Lothar Sturm (Wachenheimer Liste), der als Ratsältester diesen Tagesordnungspunkt für den als befangen geltenden Bürgermeister Bechtel übernommen hatte. Sturm ließ die Anträge nicht zu, „aber inhaltlich sind wir nicht so weit voneinander entfernt“, meinte er. Er wie auch Ratskollegen aus der CDU plädierten für eine Bearbeitung der Anträge in einer kommenden Sitzung. Die eigentliche Rechnungsprüfung erforderte keine Aussprache. Außer Lob hatten die Räte auch nichts zu den Wirtschaftsplänen der Stadtwerke zu sagen. Wie bereits am Freitag berichtet, rechnen die Werke mit einem Jahresgewinn von rund 180.000 Euro. Wie fast alle Gemeinden im Landkreis hat sich auch Wachenheim der Bildung eines regionalen Internetausbaugebietes angeschlossen. Damit hofft man auf schnelleres Internet (50 Mbit/s bis zum Jahr 2018). „Das ist die einzige Möglichkeit in den nächsten Jahren Zuschüsse zu bekommen“, sagte Torsten Bechtel. Endlich haben die Arbeiten am Amalie-Helfrich-Pfad begonnen. Im April soll er fertig sein und dann mit neuer Bepflasterung und einer kleinen Grünfläche glänzen. (jpl) Zitiert „Wenn es gut geht, waren wir alle dafür, wenn es schlecht läuft, waren Sie allein verantwortlich.“ Arnold Nagel (FWG) erinnert sich augenzwinkernd an die Aussage seiner Stadtratskollegen, als die Stadt 2002 das Gaswerk übernommen hat. Klaus Huter (SPD) hatte zuvor ausdrücklich ihn und den damaligen Stadtrat für diese Entscheidung gelobt.