Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Hochwasser: Ingenieurbüro betreibt Ursachenforschung

Die Ellerstadter Ortsmitte Ende Juni.
Die Ellerstadter Ortsmitte Ende Juni.

Was sind die richtigen Erkenntnisse aus dem Starkregen von Ende Juni für die Verbandsgemeinde? Das soll ein Büro aus Speyer analysieren. Beim Hochwasserschutz soll als nächstes das Wachenheimer Poppental in Angriff genommen werden. Im Verbandsgemeinderat ging es auch um Luftumsatzgeräte für die Schulen.

Die Überflutungen in den Straßen hatten zu erheblichen Schäden an Gebäuden und Grundstücken geführt. Besonders Ellerstadt, die östlichste und am tiefsten liegende Gemeinde, war betroffen. Um solche Hochwasser-Situationen zukünftig möglichst zu vermeiden, sollen Ursachen ermittelt werden, um daraus Handlungsempfehlungen und Schutzmaßnahmen, auch baulicher Art, für die Zukunft ableiten zu können. Den Ursachen auf den Grund gehen soll das Ingenieurbüro BCE – Björnsen Beratende Ingenieure – aus Speyer. Das Büro arbeitet bereits mit dem Gewässerzweckverband Isenach-Eckbach bei der Hochwasservorsorge und der Schaffung von Rückhalteräumen eng zusammen.

Dadurch kennt das Büro laut Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU) die Oberflächenentwässerung in der Verbandsgemeinde. Bilder, Berichte von Bürgern und der Feuerwehr von Überflutungen wurden dem Büro bereits übermittelt. Weil sich ein Honorar im Moment noch nicht fixieren lässt, da man erst ermitteln muss, welche Datenbasis insgesamt zur Verfügung steht und wie schnell und gut sich diese auswerten lässt, fasste der Rat auf Vorschlag von Andreas Berger (FDP) den Beschluss, die Kosten für die Erstellung der Analyse zunächst einmal auf 10.000 Euro zu deckeln bis konkretere Zahlen auf dem Tisch liegen.

Nach dem Abschluss der Hochwasserschutzmaßnahme im Burgtal, unter anderem mit zwei Rückhaltebecken, soll der Hochwasserschutz für das besonders sensible Wachenheimer Poppental in Angriff genommen werden. Dort sind Trinkwasserbrunnen, das Schützenhaus und der Waldkindergarten zuhause, daher sollte dort „möglichst unauffällig Retentionsvolumen“ geschaffen werden, erläuterte Bechtel.

In die Projektstudie sollte auf jeden Fall der Mittelberg mit einbezogen werden, weil von da bei Starkregen Wasser ins Poppental laufe und es das dortige Mischwassersystem nur bis zu einem gewissen Grad aufnehmen könne, empfahl Arnold Nagel (FWG). Diese Anregung nahm der VG-Rat in seinen Beschluss mit auf und vergab die Projektstudie für 5900 Euro netto zuzüglich Nebenkosten einstimmig an das Ingenieurbüro Projekt Consult.

27 Geräte für bessere Luft in Klassenräumen

Als zusätzliche Ausstattung zu den bereits vorhandenen mobilen Raumluftgeräten für die Grundschulen Friedelsheim-Gönnheim (15), Ellerstadt (zehn) und Wachenheim (13), sollen 27 Geräte zur Verbesserung des Luftumsatzes angeschafft werden, damit der Luftaustausch optimiert wird, wenn in der kalten Jahreszeit nicht mehr uneingeschränkt gelüftet werden kann. Die Geräte sollen 16.000 Euro netto (19.000 Euro brutto) kosten. Der Rat votierte einstimmig für ihre Anschaffung. Bisher schon zum Einsatz kommen in den Grundschulen, je nach Raumgröße, unterschiedlich leistungsstarke Raumluftreinigungsgeräte, sie verfügen sowohl über einen Hepa-Filter als auch über eine UV-C-Lampe.

Die jetzige Telefonanlage im Rathaus ist veraltet und soll erneuert werden. Der Rat stimmte der Freigabe der benötigten Mittel von rund 33.000 Euro zu. Durch die dann praktizierte Internettelefonie werde sich die Investition recht schnell amortisieren, erläuterte der Digitalisierungsbeauftragte Tobias Hens dem Rat.

Bechtel bedankte sich noch einmal ausdrücklich bei den Feuerwehrkameraden aus der gesamten Verbandsgemeinde, die im Ahrtal unter anderem mit ihrem Decon-Fahrzeug mehrere Wochen lang wertvolle Unterstützungsarbeit geleistet hätten.

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