Kreis Bad Duerkheim Gruselkabinett als Augenweide

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Eine probate Mischung aus Eigengewächsen und Fremdbeiträgen hatte die Fasnachtsabteilung des FC Bächel in der voll besetzten Stadthalle am Samstag im Programm. Ihr Motto: „Beim FC Bächel ist der Teufel los.“ Mit Sitzungspräsidentin Heberlein durch das Programm führten Annette Karst, Elaine Hladik und Silvia Moore.

Zuerst gedachte man des verstorbenen Verbandsbürgermeisters Udo Kittelberger, eines Gönners der Wachenheimer Fasnacht. Eine heikle Mission angesichts des angestrebten Frohsinns. Sitzungspräsidentin Petra Heberlein meisterte die Situation mit erstickter Stimme. Auf dem für Kittelberger reservierten Platz lag eine weiße Rose mit schwarzer Schleife. Zum Stolz der Wachenheimer gehört ihr tänzerischer Nachwuchs jeden Alters. Den Anfang machten als Nachwuchsteufelchen die Minis (Trainerinnen: Oksana Merdian, Sandy Labensky). Tanzmariechen Jule Biebel (Alicia Strahberger) und das Tanzpaar Valerie Merdian und Levin Klein (Julia Kohler) kamen einem trotz ihres kindlichen Alters dank Hebefiguren, Spagat und Koketterie wie „alte Hasen“ vor. Eine Augenweide waren ebenso die Juniorengarde (Julia Kohler), Tanzmariechen Sarah Kirsch (Ute Schnurpfeil), die Aktivengarde und die sage und schreibe 17 Tänzerinnen starke Schautanzgruppe von Sandra Leibfried, die dem Motto gemäß als Teufel den letzten Programmpunkt des Abends bestritten. Bauchredner Andreas Knecht mit seiner vorlaut-frechen Puppe Gregor – was g’fallt dir an Wachenheim? ’s Ortsausgangsschild - musste in der ersten Bütt des Abends kaum noch Eis brechen, das Publikum hatte sich recht schnell gefangen nehmen lassen. „De Rückwärtsgucker“ Günter „Dudi“ Dudenhöffer verstand ein „Blind Date“ völlig miss, und die Wachenheimer Nachwuchsbüttenrednerin Melina Moore musste auf der Suche nach ihrem „Traumboy“ ein paar „Fehlinvestitionen“ hinnehmen. Der absolute Höhepunkt des ersten Teils der Fasnachtssitzung war Micha Messermann aus Mainz als etwas überdrehte „Marie Claire“. Seine Nummer nahm Anleihen von Travestieshows und beinhaltete gleichzeitig tolle Akrobatikteile. Er bezog das Publikum mit ein – das Ehepaar Bechtel ließ sich gänzlich unbefangen darauf ein – und das Thema Handyfoto nahm er auch noch mit. Dem Publikum voll eins auf die Ohren gaben die „Odama Katzbachgugga“ mit ihrer schrägen Guggemusik. Das Männerballett der „Fröhlichen Zecher“ aus Ruppertsberg führten Filmhorrorfiguren vor, das Wachenheimer Pendant (Petra Heberlein) hatte sich die Geschichte der „kleinen Raupe Nimmersatt“ zu eigen gemacht, und die „Dubbeglasfunke“ aus Gönnheim (Christine Kirsch) persiflierten unter anderem den Film „Black Swan“ im rosa Tutu. Der junge Bächel-Fasnachter Jeremie Penske debütierte als Staubsaugervertreter und Reisebüroangestellter. „Mach dein Ding“ rieten musikalisch die „Hemshofkrähen“. Nach sechs Stunden ließ es Oliver Betzer, Präsident des Fasnachtsclub Felsenland aus Fischbach als „de klä Härtschd“ richtig krachen. Das Programm hatte Roswitha Baumann zusammengestellt, vor Sitzungsbeginn gab sie ihren Rückzug bekannt.

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