Deidesheim
Grundschulen bekommen Lüftungsanlagen
Die mobilen Geräte sollen dann in anderen Gebäuden der Verbandsgemeinde verwendet werden. Das beschlossen die Mitglieder des Verbandsgemeinderats einstimmig in einer Sitzung am Donnerstag.
Einen „Grundsatzbeschluss zum Neueinbau von raumlufttechnischen Anlagen“ hatte die FWG beantragt. Die seien inzwischen „Stand der Technik“, sagte Heiner Weisbrodt (FWG). Was bedeute, dass sie ebenso selbstverständlich in ein Gebäude gehörten wie eine Heizung. Ihm sei klar, dass der Einbau, etwa in dem unter Denkmalschutz stehenden Schulgebäude in Deidesheim, nicht einfach sei. „Aber ,geht nicht’ wird es hier nicht mehr geben“, betonte Weisbrodt. Er forderte, dass aus einem eigens aufgelegten Förderprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen ein Zuschuss beantragt wird. Die würden in einer Höhe von bis zu 80 Prozent gewährt, so Weisbrodt.
Lieferprobleme bei fest installierten Anlagen
„Ich halte den Antrag für richtig und gut“, so die Reaktion von Verbandsbürgermeister Peter Lubenau (CDU). Zustimmung gab es auch von Ralf Werry (FDP), Bernhard Klein (CDU) und Hans Joachim Schulze (SPD). Lubenau, Klein und Werry wiesen jedoch darauf hin, dass der Einbau von fest installierten Anlagen einige Zeit dauern werde. So müsse eine Planung von einem Ingenieurbüro erstellt werden, die derzeit völlig überlastet seien. Zudem gebe es Lieferschwierigkeiten bei Materialien. In Meckenheim und Niederkirchen sei es sinnvoll, den Einbau der Anlagen mit anstehenden Neu- beziehungsweise Umbauarbeiten zu verbinden, so Lubenau.
„Wir sollten aber auch kurzfristig etwas für unsere Kinder und für die Lehrer tun“, sagte der Verbandsbürgermeister. Deshalb sollen jetzt mobile Lüftungsgeräte gekauft werden. Lubenau äußerte die Hoffnung, dass die Geräte trotz der derzeitigen großen Nachfrage zu Beginn des neuen Schuljahres in allen drei Schulen vorhanden sein werden. Unabhängig davon soll mit den Vorbereitungen für die Beschaffung und den Einbau raumlufttechnischer Anlagen begonnen werden.
„Ich bin glücklich“, sagte Michael Wahl (FWG). Die FWG habe schon vor einem halben Jahr den Kauf mobiler Geräte beantragt, das sei jedoch abgelehnt worden. Er sei „hocherfreut“, dass jetzt mobile und stationäre Geräte angeschafft werden. Bedauerlich sei nur, dass „ein halbes Jahr Zeit verschenkt worden ist“. Lubenau bezeichnete den Kauf der Geräte als „eine wichtige Investition in die Zukunft“.