Wachenheim Grundschule Wachenheim: Der Anbau wird kleiner als ursprünglich geplant

Die Grundschule Wachenheim soll bald größer werden.
Die Grundschule Wachenheim soll bald größer werden.

Die Grundschule Wachenheim bekommt einen neuen Anbau – kleiner als geplant und günstiger. Doch nicht alle Ratsmitglieder sind überzeugt.

Die Grundschule Wachenheim braucht mehr Platz und soll erweitert werden. Laut neuerer Planung soll der neue Schulanbau jetzt etwas kleiner ausfallen und rund 1,1 Millionen Euro, statt ursprünglich 1,6 Millionen Euro kosten. Darüber informierte Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU) in der VG-Ratssitzung am Montag.

Inzwischen wurde das vorgelegte Konzept mit der Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD) abgestimmt. Diese erste Planung des Anbaues sah zunächst 180 Quadratmeter Nutzfläche auf zwei Ebenen vor, der 1,6 Millionen Euro kosten sollte. Inzwischen gingen die Planungen der ADD aber nicht mehr von den Klassenräumen, sondern von der Fläche aus, erläuterte Bechtel mit der Folge, dass statt 180 Quadratmeter auf zwei Ebenen nur 145 Quadratmeter Hauptnutzfläche angebaut werden dürfen. Das erreichte man durch die Reduzierung der Raumgrößen sowie eine Anpassung der Anordnung und Zuordnung, sodass der Raumbedarf trotzdem gedeckt wird. Auf den Ausbau des Untergeschosses als zusätzliche Betreuungsräume wurde verzichtet. Die neue Planung hat zudem den Vorteil, barrierefrei zu sein, denn alle drei neuen Räume befinden sich auf einer Ebene. Da das Gelände vor dem Anbau abfällt, kann das Erdgeschoss später als überdachter Freiraum genutzt werden. Damit erfüllt man die Forderungen der ADD nach reduzierter Fläche, und kann trotzdem den Raumbedarf der Schule decken.

Verbandsgemeinderat ermächtigt Bürgermeister

Für Arnold Nagel (FWG) war die neue Planung ein Schildbürgerstreich. Er hielt den unteren Bereich (Freiraum) für vergeudet. Bauamtsleiter Stefan Schneider machte darauf aufmerksam, dass, hielte man sich nicht an die Vorgaben der ADD, man die gesamte Förderung für den Bau (70 Prozent) verlieren würde. Für Marcus Scholz (CDU) war die Kostenreduzierung von einer halben Million Euro ein vernünftiger Umgang mit dem Geld der Steuerzahler und man erreiche das gleiche durch Multifunktionalität statt durch Räume, die man vielleicht mal brauche oder auch nicht. Für Simone Krämer (CDU) war die so gewonnene Barrierefreiheit ein wichtiges Argument.

Der Verbandsgemeinderat stimmte dem geänderten Konzept zu und ermächtigte Bechtel, Aufträge in Abstimmung mit den Beigeordneten zu vergeben, die nach Ausschreibung das Planungsbudget um nicht mehr als 15 Prozent überschreiten dürfen.

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