Deidesheim / HASSLOCH Gemeindeschwester plus bietet wieder persönliche Gespräche an
Viele Menschen brauchen auch im hohen Alter noch keine Pflege. Für sie ist es wichtig, Tipps und Beratung über vorbeugende und gesundheitsfördernde Angebote zu erhalten, um so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld ein gutes, selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Diese Aufgabe übernimmt seit 1. März Vera Götz für die Bad Dürkheim, Haßloch sowie die Verbandsgemeinden Freinsheim, Wachenheim und Deidesheim. Aufgrund der Corona-Krise war sie jedoch in den vergangenen Wochen in ihrer eigentliche Tätigkeit zunächst eingeschränkt. Am 2. Juni hat sie ihre Beratungstätigkeit aufgenommen, allerdings zunächst hauptsächlich per Telefon. Ab Juli sind unter Einhaltung der Hygieneregeln persönliche Beratungsgespräche möglich. Götz bietet dazu fortan feste Sprechzeiten im Haßlocher Rathaus und in der Kreisverwaltung Bad Dürkheim an.
Rat zu verschiedenen Themen
Die Gemeindeschwester plus berät hochbetagte Seniorinnen und Senioren, denen es beispielsweise an sozialen Kontakten und Fürsorge oder Hilfe bei alltäglichen Verrichtungen mangelt. Die Grund- und Behandlungspflege übernimmt sie aber nicht. Dafür sind weiterhin ambulante Pflegedienste zuständig. Die Gemeindeschwester plus kennt Freizeitangebote und Nachbarschaftshilfen. Auch bei Fragen rund ums Thema Pflege berät sie und kann den Kontakt zum Pflegestützpunkt herstellen. Eine weitere Aufgabe der Gemeindeschwester plus ist es, aktive Nachbarschaften zu fördern.
Als examinierte Krankenschwester hat Vera Götz mehr als 20 Jahre Erfahrung im ambulanten Pflegebereich und im Krankenhaus gesammelt. Die 54-Jährige war 2008 Mitbegründerin eines Pflegedienstes, der „sehr individuell“, wie sie sagt, im Schnitt 30 bis 40 Patienten versorgt habe. In den vergangenen zweieinhalb Jahren arbeitete sie bei der Sozialstation in Ludwigshafen als stellvertretende Pflegedienstleitung. „Nun freue ich mich auf die neuen Erfahrungen und Aufgaben, die ich als Fachkraft im Projekt Gemeindeschwester plus sammeln darf und gestellt bekomme.“ Besonders wichtig sei, dass Hochbetagte so lange wie möglich an vielen Bereichen des Lebens teilhaben und ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterhin einbringen können, wodurch sie auch im höheren Alter ein glückliches, selbstbestimmtes Leben führen können.