Hassloch Geburt auf dem Parkplatz

Nico kam im Eiltempo auf die Welt.
Nico kam im Eiltempo auf die Welt.

Das war wahrlich ein spektakulärer Start ins Leben: Nico, das dritte Kind eines Ehepaars aus Haßloch, kam auf dem Parkplatz des Holiday Parks zur Welt. Bis ins Krankenhaus schafften die Eltern es nicht mehr.

Noch ein paar Stunden vor Nicos Geburt sah es so aus, als ließe sich der Kleine noch ein bisschen Zeit. Doch dann ging plötzlich alles ganz schnell. Sonntagfrüh um 3.20 Uhr setzten bei Mutter Carina die Wehen ein. Die junge Haßlocherin weckte ihren Mann Thomas, und die beiden machten sich auf ins Diakonissenkrankenhaus Speyer. Noch nicht ahnend, was ihnen bevorstand.

Denn Nico hatte es auf einmal sehr eilig. Auf der Holiday Park-Straße kam die erste Presswehe. „Ich wurde nervös, suchte einen Platz, an dem ich sicher halten konnte“, erzählt der 37-jährige Vater. Da kam der Parkplatz des Holiday Parks gerade Recht. „Als wir hielten, war der Kopf schon zu sehen“, erzählt Carina. Die Wehen wurden stärker, die beiden riefen den Notdienst, der aus Limburgerhof kam. Thomas legte den Beifahrersitz mit seiner Jacke aus, versuchte, es seiner Frau mit einer Decke und Handtüchern etwas bequemer zu machen und tat, was er konnte, um sie zu unterstützen. Zehn Minuten später war der Kleine da. „Ich war so glücklich, als ich einen kräftigen Schrei hörte“, erzählt der Vater. Und dann kam auch schon der Krankenwagen und der Kindernotarzt. „Mir fiel ein Stein vom Herzen“, berichtet Thomas.

Gesund und 4150 Gramm schwer

Der Arzt klemmte dann die Nabelschnur ab und schaute, ob Mutter und Kind so weit in Ordnung waren. Dann ging es im Notarztwagen ins Krankenhaus. „Im Diakonissenhaus hatte man uns schon erwartet, alles war vorbereitet“, so der junge Vater. Nico wurde gewogen und gemessen: 4150 Gramm bringt er auf die Waage und ist 54,5 Zentimeter groß. Und das Wichtigste: Er ist gesund, und auch der Mama geht es gut. „Ich war einfach nur noch glücklich, dass die Geburt trotz allem so glatt gelaufen ist“, sagt Thomas.

Natürlich ist der IT-Systemelektroniker auch ein wenig stolz darauf, dass er mithelfen konnte, sein drittes Kind zur Welt zu bringen. Zumal bei den Geburten der „Großen“, Lena (sechs Jahre) und Henry (ein Jahr), Geduld gefragt war, vor allem bei Henry. Die Geburt dauerte 25 Stunden, wie Carina erzählt. „Deshalb waren wir beim dritten Kind überzeugt, dass wir noch genügend Zeit hätten, um ins Krankenhaus zu kommen.“ Doch dem war nicht so.

Die nun fünfköpfige Familie hat nun auch noch einen Umzug vor sich. „Es kommt alles zusammen, aber wir hatten keine Wahl“, erklärt der Familienvater. Aber er ist glücklich. „Alles ist perfekt.“ Das sieht Nico wohl auch so. Als Papa ihn fotografiert, macht er jedenfalls einen sehr zufriedenen Eindruck.

Ihre News direkt zur Hand
Greifen Sie auf all unsere Artikel direkt über unsere neue App zu.
Via WhatsApp aktuell bleiben
x