Hassloch / Deidesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Freibäder: Warten auf den Startschuss

Vorbereitungen mit Hochdruck: Katja Schäfer (vorne) und Anika Staudt im Abenteuerbecken.
Vorbereitungen mit Hochdruck: Katja Schäfer (vorne) und Anika Staudt im Abenteuerbecken.

Mehr noch als schöneres Wetter sehnen viele Menschen im Land die Stufe 3 des Perspektivplans herbei. Dann dürfen bei einer Inzidenz unter 100 ab 2. Juni unter anderem die Freibäder öffnen. Warum die Planungen in Deidesheim anders aussehen als in Haßloch.

Beim Badepark Haßloch steht noch nicht fest, ob die Betreiber schon den 2. Juni als festes Startdatum ausrufen werden: „Es kann klappen, muss aber nicht“, sagt Badepark-Leiter Björn Molter am Montag auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Die Entscheidung für oder gegen den frühestmöglichen Eröffnungstermin soll erst in den nächsten Tagen gemeinsam von den Gemeindewerken Haßloch als Auftraggeber und der Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen (GMF), bei der Molter als Betriebsleiter angestellt ist, getroffen werden.

Haßloch: Termin nicht schon jetzt festlegen

Grund ist laut Molter, dass das Land noch kein Hygienekonzept für Freibäder veröffentlicht habe und die Badbetreiber „nicht schon die Leute verunsichern wollen, indem wir uns jetzt auf den 2. Juni festlegen und den Termin dann vielleicht doch wegen irgendetwas erneut verschieben müssen“. Das könnten gravierende Veränderungen im Hygienekonzept sein, aber auch ein unerwarteter Defekt nach der langen Pause sei denkbar: „Man weiß schließlich nie, ob beim Hochfahren plötzlich mal eine Pumpe schlappmacht.“

Das Hygienekonzept des Badeparks in der Freibadsaison 2020 sei „wirklich gut“ gewesen, ist Molter überzeugt. Aber: „Wir wissen jetzt doch noch gar nicht, ob es diesmal vielleicht ganz andere Vorgaben gibt.“ Dann könne man zu voreilig bestellte Plakate, etwa zur „Einbahnregelung“ in den Becken, „im schlimmsten Fall sofort wieder wegwerfen und neu bestellen“. Darum wolle man lieber im Zweifelsfall etwas warten, bis Klarheit herrscht.

Einige Entscheidungen seien aber auch schon klar, ergänzt Molter: „Weil es eindeutig wieder eine reine Freibadöffnung sein wird, müssen natürlich die Halle und die Sauna wie im Vorjahr zu bleiben.“ Das Warmaußenbecken nach ein paar Reparaturen sowie das Sportbecken seien bereits betriebsbereit. Die Reinigung des Abenteuer- und des Kinderbeckens außen laufen laut Molter gerade, danach werden auch sie befüllt und an die Umwälzung angeschlossen. Die Wasserchemie sei „auch so ein Punkt in Sachen Zeit“, sagt der Badepark-Leiter. Bis alle Proben entnommen und durch ein zertifiziertes Labor geprüft sind, benötige es bis zu zwei Wochen, betont Molter: „Das wollen wir nicht unnötig machen.“

Bei der Öffnung wird der Badepark laut Molter erneut auf das bewährte Online-Ticketsystem setzen. Die Mitarbeiter „warten auch schon auf den Startschuss“, so der Badleiter. Einige seien längst für die vorbereitenden Arbeiten eingesetzt. Umkleiden für die Liegewiesen hat der Badepark schon, WC-Wagen sind zum Anmieten reserviert. Auch beim Kiosk geht Molter davon aus, dass wieder der Außenbetrieb ansteht.

Deidesheim: Freibad soll am 3. Juni öffnen

Auch in Deidesheim laufen die Vorbereitungen für die Eröffnung des Freibads auf Hochtouren. Saisonstart ist für den 3. Juni, 10 Uhr, geplant. Dabei soll großenteils wieder das Corona-Konzept des vergangenen Jahres umgesetzt werden. „Das hat sich bewährt“, betont Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU). Einzige Änderung: Es wird in diesem Jahr ein zweites Drehkreuz geben. Dadurch sei es leichter, einen genauen Überblick über die Anzahl der Schwimmbadbesucher zu bekommen, erklärt Betriebsleiter Andy Bories. Dauerkarten-Inhaber müssen lediglich ihre Karte am Eingang und am Ausgang an ein Lesegerät halten. Wer eine Einzelkarte kauft, muss sich registrieren. Online-Registrierungen seien nicht geplant.

Insgesamt dürfen 200 Besucher gleichzeitig das Bad besuchen, erklärt Bories weiter. Im vergangenen Jahr habe sich gezeigt, dass der Bedarf damit in aller Regel gedeckt werden kann. An sehr warmen Tagen könne es jedoch zu Wartezeiten kommen. Um zu erfahren, wie die Situation vor Ort gerade sei, könnten Besucher sich telefonisch informieren.

Maikammer: Wegen Umbau geschlossen

Das Schwimmbad in Maikammer wird in diesem Sommer wegen Umbauarbeiten nicht öffnen. Das fast 50 Jahre alte Bad wird seit 2016 renoviert, Badebereich und Technik sind bereits erneuert. Letzter Schritt ist nun der Eingangs- und Sanitärbereich. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis August dauern.

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