Nachklapp
Falschparken hat immer Saison
Schnee von gestern, könnte man denken, wenn man an das Parkchaos denkt, das im Januar wiederholt auf der Kalmit entstanden ist. Pandemiegeplagte Bürger aus Nah und Fern pilgerten, mit Schlitten ausgestattet, hoch zum höchsten Gipfel am Haardtrand, um ein bisschen Winterurlaub-Feeling zu spüren. Der Schnee ist längst geschmolzen – das Problem mit dem „wilden“ Parken geblieben.
In dieser Woche war es die Verbandsgemeinde Deidesheim, die darauf hinwies. Und deutlich machte, dass es hier keineswegs um Übereifer in den Ordnungsämtern geht. Denn die Falschparker blockieren immer wieder auch die Zufahrten für Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge, und sie sind nicht selten ein Hindernis für die Arbeit im Wingert. Mal abgesehen davon, dass der starke Fahrzeugverkehr natürlich auch die Natur belastet.
Mehr Kontrollen?
Wie könnte eine Lösung aussehen? Mehr Kontrollen gehören sicher dazu, wobei ein Dauereinsatz übers gesamte Wochenende wie im Januar in der Verbandsgemeinde Maikammer sicher für die Ordnungsämter nicht zu stemmen ist. Bestimmte Straßen oder Parkplätze sperren? Eher keine gute Idee, weil dadurch die Probleme vermutlich einfach nur in die Nachbarschaft verdrängt werden.
Wenn man mal davon ausgeht, dass der Mensch an sich eher bequem ist, und gerne sich selbst entschuldigt (ein Auto wird doch wohl nicht so schlimm sein ...), wäre es jedenfalls wohl naiv, nur auf die Einsicht der Besucher zu setzen. Vielleicht könnten kleine Anreize ein Ansatz sein? Bei kleinen Kindern kann bekanntlich ja die Aussicht auf ein Eis oder eine Bratwurst einen Motivationsschub auslösen. Ob das eventuell auch bei erwachsenen Pfälzerwald-Besuchern funktionieren könnte, wenn man beispielsweise das Eis durch eine vergünstigte Schorle ersetzt? Wer weiß.
Eins ist jedenfalls sicher: Von alleine löst sich das Problem nicht.