Kreis Bad Duerkheim Erst der eine und dann der andere?

Placeholder-Image

Hat ein neuer Supermarkt zwischen Friedelsheim und Gönnheim Priorität vor einem neuen Markt in Wachenheim? Das hat der VG-Rat am Donnerstag diskutiert.

Die Ansiedelung neuer Supermärkte in der VG Wachenheim ist ein Dauerthema. Am Donnerstag nun sollte das Einzelhandelskonzept verabschiedet werden. „Es geht um Vollzug“, sagte Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Weil SPD und FWG einen gemeinsamen Antrag gestellt hatten, wurde aus dem Punkt doch eine Diskussion. Die beiden Fraktionen wollten die Bemühungen um einen Supermarkt zwischen Friedelsheim und Gönnheim priorisiert wissen. Hans-Jürgen Häfner (SPD) begründete den Antrag so: Es gehe nicht darum, gegen das Konzept zu stimmen, der Knackpunkt sei aber die zeitliche Abfolge. Friedelsheim-Gönnheim solle vorrangig betrachtet werden, so sei das auch behördlich gesehen worden. Peter Fleischer (FWG) unterstützte das. Es solle für die Genehmigung der Zielabweichungsverfahren klar sein, dass eine Priorisierung gemacht wird. Fleischer sagte, er habe in der Diskussion der vergangenen Jahre den Respekt vermisst, auch Bechtel sagte, er habe sich respektlos behandelt gefühlt. Er sprach von Verzögerungen und Verhinderungen. Marcus Scholz (CDU) sagte, Wachenheim später anzugehen sei „eine steile These“. „Das ist ein Verstoß gegen die kommunale Solidarität“. Der Antrag, „der sich voll gegen die Stadt Wachenheim richtet“, sei ein politisches Geschenk für die CDU. SPD und FWG seien „für Wachenheimer nicht mehr wählbar“. Arnold Nagel (FWG) sagte, er begrüße es, wenn die Supermarkt-Debatte zum Wahlkampfthema werden sollte. Dann würde klar, wer was wann gesagt habe. Nach einer von der SPD beantragten Sitzungsunterbrechung wurde der Antrag „klargestellt“, führte Klaus Huter (SPD) für die Fraktionen aus. Beide Bestrebungen seien gleichwertig zu behandeln, die fehlende Grundversorgung in Friedelsheim-Gönnheim dürfe aber nicht vergessen werden. Einstimmig wurde das Einzelhandelskonzept verabschiedet.

x