Freinsheim
Bahnhof: Endstation im Fahrstuhl
Was war passiert? Ein Bahnreisender wollte den Aufzug im Freinsheimer Bahnhof nutzen. Dieser setzte sich auch in Bewegung, blieb samt Passagier aber während der kurzen Fahrt stehen. Der Mann saß fest. Die genauen Umständen lassen sich nicht mehr klären, doch anscheinend war der Unglücksrabe so verzweifelt, dass er sich nicht mehr anders zu helfen wusste, als die Feuerwehr zu alarmieren. Die begab sich mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug sowie neun Einsatzkräften auch sofort zum Bahnhof.
Bei ihrem Eintreffen fanden die Retter den Anrufer allerdings schon außerhalb des Aufzugs vor. „Der Fahrstuhl hatte kurzzeitig wieder funktioniert“, erklärt Feuerwehrsprecher Bodo Wenngatz. Ein in der Zwischenzeit hinzugekommener Bahnmitarbeiter habe den Lift wegen des Vorfalls dann vorsorglich abgeschaltet.
Ursache unklar, Aufzug außer Betrieb
Was die Ursache der technischen Störung war, kann die Deutsche Bahn auch am Montag noch nicht sagen. „Das wird geprüft“, erklärt Bahnsprecher Michael Greschniok. Deswegen sei auch noch unklar, wann der Fahrstuhl wieder in Betrieb gehen könne. Bis dahin stünden gehbehinderten Bahnfahrern als Alternativen mit barrierefreien Zugangsmöglichkeiten die Bahnhöfe Frankenthal, Neustadt und Schifferstadt zur Verfügung. „Mobilitätseingeschränkten Reisenden empfehlen wir aber, unsere Mobilitätsservice-Zentrale zu kontaktieren, damit die eine mögliche Alternative planen kann“, hebt er hervor.
Ob es wirklich nötig war, die Feuerwehr zu Hilfe zu rufen? Das können weder Deutsche Bahn noch Feuerwehr einschätzen. Aber: „Die Funktionsfähigkeit der Aufzugsanlagen und insbesondere der Notrufeinrichtungen wird von uns regelmäßig vor Ort getestet und dokumentiert. Warum in diesem Fall keine entsprechende Notrufauslösung erfolgt ist, wissen wir nicht“, erklärt Greschniok. Grundsätzlich sollten Reisende, falls sie in einem der Lifte steckenbleiben, zunächst die Notruftaste bedienen und, nachdem eine Verbindung hergestellt ist, den Anweisungen folgen. Sollte das wider Erwarten einmal nicht gelingen, sollten sie jedoch tatsächlich die Feuerwehr anrufen.
Befreiung binnen einer halben Stunden das Ziel
Ansonsten sei die Deutsche Bahn bestrebt, die Betreffenden binnen einer halben Stunde aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Allerdings hänge das auch von dem Verkehr ab, auf den das Notbefreiungsunternehmen auf dem Weg zum jeweiligen Bahnhof treffe. Gebe es hier Schwierigkeiten, etwa einen Stau, informiere der „Notrufpartner“ der Bahn die Feuerwehr.