Kreis Bad Duerkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Ellerstadt: Tributbock Martin kein Junggeselle mehr

Martin mit seinen Gefährtinnen Lea, Maja und Daisy.
Martin mit seinen Gefährtinnen Lea, Maja und Daisy. Foto: Lepthien

Mitte Juni hat der Ellerstadter Baggerunternehmer Benjamin Merk den 616. Deidesheimer Tributbock ersteigert. Martin hat sich gut eingelebt und ist auch nicht mehr alleine. Doch einen Wunsch seiner neuen Besitzer hat sich noch nicht erfüllt.

Als Benjamin Merk, der in Ellerstadt einen Baggerbetrieb leitet, am Dienstag nach Pfingsten in Deidesheim bei der Geißbockversteigerung sein letztes Gebot abgab und Tributbock Martin I. für 5000 Euro ersteigerte, schwebte ihm schon vor, dass auf seinem Grundstück bald ein paar kleine Zicklein herumspringen würden. Trotz der Anschaffung dreier Ziegen von Erwin Bergold und Sohn in Wachenheim, die auf die schönen Namen Lea, Maja und Daisy hören, zeichnet sich noch kein Nachwuchs im Außengehege vor dem Merk’schen Anwesen ab.

„Martin ist ein sehr zutrauliches Tier, musste sich aber erst an seine Umgebung gewöhnen“, erklärt der Unternehmer und fügt hinzu, dass auch Teile der Ellerstadter Bürger eine „gewisse Negativeinstellung“ gegenüber Martin hatten. „Das ging aber schnell vorbei, jetzt kommen viele Menschen zu uns und wollen sich das Prachtexemplar aus der Nähe anschauen“, ergänzt er. Die Idee, seine Tiere an die Kreisverwaltung auszuleihen, um sie als „biologische Rasenmäher“ im nahegelegenen Regenrückhaltebecken einzusetzen, wolle er im nächsten Jahr mit den Verantwortlichen besprechen.

Warten auf Zicklein

Da jetzt eigentlich die Zeit sei, in der Martin mal in die „Gänge kommen könnte“, wie es Benjamin Merk beschreibt, wartet die gesamte Familie auf erste deutliche Hinweise bei den Ziegendamen, dass im kommenden Frühjahr, nach einer Tragezeit von 150 Tagen, der Nachwuchs im Gehege herumspringen wird. Neben Ehefrau Anja sind es vor allem die Töchter Marie (12) und Michelle (11), die sich auf die Zicklein freuen.

„Ich hab das aus Jux und Dollerei gemacht und plane nicht, in die Ziegenzucht einzusteigen“, berichtet Merk lachend. Wenn Nachwuchs käme, würde man auch das eine oder andere Tier an Freunde verschenken. Den Plan, einen Bock zu ersteigern, hegte der 41-Jährige schon lange, hatte es aber immer wieder versäumt, bei der Versteigerung dabei zu sein. In diesem Jahr hat Tochter Marie, die kurz vor Pfingsten einen Schulausflug nach Deidesheim gemacht hat, den Papa verpflichtet, den Bock zu ersteigern. Nachdem am Vortag der Versteigerung das Grundstück eingezäunt und Martin ersteigert wurde, konnte der Geißbock am Dienstagabend sein neues Zuhause in Ellerstadt beziehen.

„Wenn sich mein Mann etwas in den Kopf gesetzt hat, kann man nichts mehr machen“, erklärt Anja Merk, die nichts dagegen hat, dass Martin und seine Damen im November das Winterquartier auf dem Hof der Familie beziehen werden.

Seit Juni Tributbock-Besitzer: Benjamin Merk.
Seit Juni Tributbock-Besitzer: Benjamin Merk. Foto: Sven Wenzel
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