Kreis Bad Duerkheim Ehrenpreis für ein neues Dach

Gut isoliert und ohne Löcher: das neue Dach in der Burgstraße 9 der Eigentümerfamilien Hafner und Hill.
Gut isoliert und ohne Löcher: das neue Dach in der Burgstraße 9 der Eigentümerfamilien Hafner und Hill.

Der Heimatverein Wachenheim bleibt wie schon im vergangenen Jahr weiter ohne Vorsitz. Auch bei der jüngsten Mitgliederversammlung im „Luginsland“ fand sich weder eine neue Frontfrau noch ein Frontmann. Der restliche Vorstand konnte gewählt werden. Erster stellvertretender Vorsitzender bleibt Klaus Panzer, wie der Verein mitteilte. Daneben wurden die Familien Hafner und Hill für die erfolgreiche Dachsanierung ihres Hauses in der Burgstraße 9 ausgezeichnet.

Dass der Ehrenpreis der Stadt Wachenheim und des Heimatvereins Wachenheim für besonders gut gelungene Hausrestaurierung mit „nur“ 40 Euro dotiert ist, geht für Petra Hill „völlig in Ordnung“, wie sie gestern auf Nachfrage der RHEINPFALZ zu dem Preis sagte. Es gehe schließlich um die Ehre, meinte die 53-Jährige. Zusammen mit ihrem Bruder Peter Hafner hatte sie im vergangenen Frühsommer das über 100 Jahre alte Dach mit seinen undichten Stellen aufwendig von einer Dürkheimer Firma sanieren lassen. „Wir freuen uns, dass es so vielen gefällt“, sagte sie. Das Dach des Mehrfamilienhauses in der Burgstraße 9 sei ziemlich originalgetreu, aber besser isoliert, wieder hergestellt worden. Die Bauphase von März bis Juni 2018 sei von vielen Passanten mit Wohlwollen beobachtet worden. Früher und bis zum Kauf des Hauses durch ihre Eltern sei darin das Hotel und Restaurant „Zur Harmonie“ gewesen. Danach schon sei die Haupteingangstür zugemauert worden. Während ihr Bruder dort wohnt, ist Petra Hill zusammen mit ihrer Familie in Gönnheim zu Hause. Die Sanierung, zu der auch kleine Ausbesserungsarbeiten an der Sandsteinfassade gehörten, hat laut Hill eine „sechsstellige Summe“ gekostet. Von den 40 Euro Preisgeld will die Mit-Eigentümerin bald Blumen kaufen für Blumenkästen am Haus. Darüber hinaus wurden besonders schöne Wachenheimer Hauseingänge prämiert. Und bei der Mitgliederversammlung des Heimatvereins am Freitag ging es um einen Rückblick und um Zukunftsprojekte. Von den 150 Mitgliedern sind laut Helmut Bremicker, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, etwa zehn bis 15 aktiv dabei. Für das 125-jährige Jubiläum im nächsten Jahr ist die Bildung eines Festausschusses geplant, in dem sich auch Nichtmitglieder einbringen können. Der schon in 2018 sehr gut besuchte Kräutermarkt soll ebenso fortbestehen wie das traditionelle Luisenbrunnenfest. Auch die Beteiligung an der Ausstattung des sanierten Eichhäusels wurde präsentiert. Die Bilderschau „Was ist denn da auf dem Dach?“ sowie die schönen Hauseingänge in Wachenheim „bekamen besonders viel Aufmerksamkeit“, schreibt der Verein. Wie andere Vereine suchen auch die Wachenheimer Heimatfreunde neue Mitmachende.

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