Kreis Bad Duerkheim Edeka testet Mausklick-Lieferservice

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Bücher, Schuhe, Elektrogeräte – heutzutage wird alles bequem im Internet bestellt und nach Hause geliefert: Immer öfter auch Lebensmittel – auch in der Region. Der Edeka-Markt „Nah und gut“ Stiegler in Bad Dürkheim, der seit drei Jahren Lebensmittel an Haushalte liefert, ist in der Kurstadt zurzeit aber der einzige Einkaufsmarkt, der einen solchen Lieferdienst anbietet.

Jeden Donnerstag verlässt ein Lieferwagen das Edeka-Gelände und macht sich auf den Weg, die rund 20 regelmäßig bestellenden Kunden zu beliefern. Die meisten Kunden wohnen in Dürkheims Stadtkern, aber auch Gönnheim, Friedelsheim oder Wachenheim werden oft angefahren. Gerade ältere Kunden, denen das Einkaufen und Schleppen der Waren zu schwer geworden ist, nutzen den Service, sagt Marktleiter Sven Stiegler. „Deswegen bringt unser Lieferant den Einkauf oft bis in die Küche.“ Bestellt werden kann per Telefon, Fax, E-Mail oder über die Firmen-Homepage. Zudem ist es auch möglich, selbst Einkaufen zu gehen, die Waren im Markt abzugeben und sie sich dann liefern zu lassen. Pro Lieferung fällt für den Kunden ein Aufpreis von fünf Euro an. Dieser kleine Betrag decke die Ausgaben des Marktes für Benzin und Fahrer jedoch nicht, so Stiegler. Die Heimlieferung sei als „zusätzlicher Service für die Kunden“ gedacht. Und eine kleine Umfrage unter den Kunden des Marktes zeigt, dass der Großteil das Angebot kennt, sich den Einkauf liefern lassen zu können. Ein Punkt, in dem sich die Befragten der Stiegler-Kunden einig sind ist, dass sie so lange sie es noch können, lieber selbst zum Einkaufen gehen oder fahren: Man wolle lieber sehen, was man im Einkaufskorb hat. Mit Blick in die Zukunft, in der man den Weg zum Markt möglicherweise nicht mehr bewältigen kann, sind einige Kunden dann aber doch froh, auf einen solchen Lieferdienst zurückgreifen zu können. Andere Lebensmittelmärkte in der Region sind noch nicht so weit: HIT-Kunden beispielsweise, können sich zwar für ihren Einkauf im Bruch mit einer digitalen Einkaufsliste vorbereiten, welche sie während des Shoppens über ihre „HIT App“ abrufen können. Einen Lieferservice, wie es Edeka Stiegler anbietet, können allerdings weder der Dürkheimer HIT-Markt oder die Dicounterfiliale Netto, noch der Wachenheimer Rewemarkt vorweisen. Der Geschäftsführer des Freinsheimer Edeka-Marktes, Axel Bachmann, spielt zumindest mit dem Gedanken an einen solchen Dienst für die Zukunft. Aktuell kann er seinen Kunden noch keinen Lieferservice mit einer Online- oder Telefonbestellung anbieten, hierfür fehle das Personal. Gerne bringt er aber seinen örtlichen Kunden nach Feierabend auch mal die ein oder andere Getränkekiste oder einen Sack schwerer Blumenerde persönlich vorbei. Dafür verlange er aber keine zusätzlichen Gebühren. Auch nicht für die monatliche Belieferung des Kindergartens in Weisenheim am Sand. Seit einigen Wochen habe er Kontakt mit einem Kollegen aus der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land der sich überlegt habe, einen Lieferdienst für diejenigen Kunden zusammenzustellen, die keinerlei Möglichkeit mehr haben selbst einkaufen zu gehen. Hierfür solle dann ein kleines Sortiment für den täglichen Grundbedarf zusammengestellt werden. (vup/kfü)

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