Dirmstein RHEINPFALZ Plus Artikel Diese Projekte will Ortschef Bernd Eberle 2021 in Angriff nehmen

Bernd Eberle auf dem Dirmsteiner Spielplatz am Dicken Baum. Der soll in diesem Jahr endlich aufgewertet werden.
Bernd Eberle auf dem Dirmsteiner Spielplatz am Dicken Baum. Der soll in diesem Jahr endlich aufgewertet werden.

Vom vergangenen Pandemiejahr war Bernd Eberle (FWG) nicht nur als Dirmsteiner Ortsbürgermeister betroffen, sondern auch als Privatmensch. Ins neue Jahr geht er deshalb etwas zurückhaltend – zumindest im gesellschaftlichen Bereich. Als Verwaltungschef will er im neuen Jahr unter anderem ein Projekt angehen, auf das viele Dirmsteiner warten.

Familie Eberle hatte es im vergangenen Jahr nicht leicht. „Im März hatten wir den ersten Corona-Fall in der Familie“, erzählt der Dirmsteiner Ortschef. Im April sei ein guter Bekannter im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. „Da waren wir natürlich schnell sensibilisiert, und ehrlich gesagt konnte ich nicht verstehen, warum viele Menschen das Virus da noch nicht ernst genommen haben.“

Auch das Dorf hat unter der Pandemie gelitten, erzählt Eberle. „Alle haben die Zusammenkünfte vermisst, etwa bei der Weinrast, die normalerweise sonntags stattgefunden hätte.“ Dabei habe das Weindorf mit seinen Parks und Wingerten noch Glück habt, glaubt er. „Wir konnten noch rausgehen zum Spazieren.“ Besonders gefreut hat sich Eberle über das Engagement der Dorfbewohner, die die Initiative ergriffen und in der Corona-Zeit Hilfsangebote auf die Beine stellten.

Mit Blick auf die Aufgaben in der Gemeinde hat Corona teils für Verzögerungen gesorgt, etwa bei der Eckbach-Renaturierung, berichtet Eberle. „Da sind ein paar Monate auf der Strecke geblieben.“ Das Projekt der Verbandsgemeinde Leiningerland soll aber in diesem Jahr Fahrt aufnehmen. „Die Planungen sind so weit abgeschlossen und liegen jetzt bei der Kreisverwaltung.“ Wenn alles gut laufe, könnte es Ende des Jahres losgehen. Auch der Spielplatz Dicker Baum soll dann gestaltet werden – ein Projekt, auf das viele Dirmsteiner schon lange warten.

Immer noch Ärger mit Deutsche Glasfaser

Lange gewartet haben einige Dirmsteiner auch auf das schnelle Internet. Im vergangenen Jahr war der Glasfaserausbau das bestimmende Thema in der Weinbaugemeinde. Und auch ein Ärgernis. „Viele Straßenschäden sind noch nicht behoben“, berichtet Eberle. Zwei Krisensitzungen mit den Baufirmen habe es schon gegeben. „Wir bestehen darauf, dass das jetzt behoben wird.“ Für den Ausbau im Kreiscluster – bisher lief nur das privatwirtschaftliche Projekt der Firma Deutsche Glasfaser – soll laut Eberle im April oder Mai der Startschuss fallen. Dann verlegt die Firma Inexio in etwa einem Drittel der Dirmsteiner Wohnungen Glasfaserkabel, was vom Land gefördert wird.

Auch andere Bauprojekte werden 2021 fortgeführt, etwa der Ausbau der Bleichstraße, der seit Oktober läuft und bis Weihnachten sogar vor dem Bauzeitplan lag. Auf dem gemeindeeigenen Gelände östlich der Straße sollen bis Mai Bus- und Pkw-Stellplätze entstehen, die den Parkplatz an der Festhalle entlasten. Auch der Ausbau der barrierefreien Bushaltestellen in der Laumersheimer Straße soll zum Abschluss kommen. In der Heuchelheimer Straße könnte es mit dem Projekt noch Ende des Jahres losgehen, schätzt Eberle. Mitte des Jahres sollen dann im Wirtschaftsweg Rottgasse Bagger rollen.

Mittlerweile 3100 Einwohner

Mit der Planung von Veranstaltungen will sich Eberle momentan zurückhalten. „Das wäre noch etwas früh“, schätzt er. Im März und April könne man vermutlich besser abschätzen, was gegen Ende des Jahres möglich wäre und was nicht. „Trotzdem hoffe ich natürlich, dass die Gastronomie bald wieder öffnen kann und wir ab April wieder die Weinrast oder auch die Festhalle für private Veranstaltungen anbieten können.“

Traditionell blickt Eberle zum Jahreswechsel in die Statistik und präsentiert die Zahlen beim Neujahrsempfang in der Festhalle am Kellergarten. Diesmal gibt er die erfreulichen Nachrichten übers Telefon weiter: Dirmstein ist erneut gewachsen und hat, was den Erstwohnsitz betrifft, die 3100-Einwohner-Marke geknackt.

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