Kreis Bad Duerkheim
Deidesheim: Winzerverein steigert Umsatz
Mit dem neuen Geschäftsführer Steven Kärgel ist frischer Wind beim ältesten Winzerverein der Pfalz eingekehrt. Kärgel will den Winzerverein in einem hart umkämpften Wettbewerb langfristig an die Spitze führen.
Die ersten Schritte sind vielversprechend. So haben die Editionen der Weiß- und Rotweine inzwischen einen festen Platz, was dazu führte, dass der Gesamtumsatz gegenüber dem Geschäftsjahr 2017/2018 nochmals um rund acht Prozent gesteigert werden konnte. „Die Editionslinie kommt bei Privatkunden und internationalen Weinkritikern sehr gut an“, sagte Vorstandsvorsitzender Arthur Braun. Um diesen Weg fortführen zu können, müsse der Bekanntheitsgrad gesteigert und das positive Image gefestigt werden. So werde der Winzerverein auch künftig seine Erzeugnisse nicht nur auf Messen präsentieren, sondern ein Veranstaltungskonzept im Verein und in seiner Gaststätte umsetzen.
Rund 4,7 Millionen Euro Umsatz
Auch in die Betriebsstruktur wird investiert. Neben der Sanierung des Gaststättensaals des Winzervereins werde derzeit die „Kleine Vinothek“ fertiggestellt, so Braun. Darüber hinaus sei in die Anschaffung von Doppelstück- und Barriquefässer neben der Erneuerung des Fuhrparks investiert worden.
In seinem Rechenschaftsbericht lobte Kärgel das Engagement der Mitglieder und Mitarbeiter. Den höchsten Anteil unter den Rebsorten im Geschäftsjahr 2018/19 nehme der Riesling mit 66,1 Prozent ein, gefolgt von Dornfelder (6,8) und Spätburgunder (5,9). Besonders erfreut zeigten sich die Mitglieder über den Absatz beim Flaschenwein. Während dieser um 8,3 Prozent und beim Secco um 6,9 Prozent gestiegen ist, waren es beim Sekt gegenüber dem Vorjahr 21, 8 Prozent mehr. Der Gesamtumsatz betrug 2019 rund 4,7 Millionen Euro. Er liegt damit um 7,8 Prozent höher als 2018. Davon wurden 92 Prozent mit dem Verkauf von Flaschenwein umgesetzt.
Export nur marginale Bedeutung
Lediglich drei Prozent des Gesamtumsatzes wurden über Exportgeschäfte nach China, Schweden und Finnland erzielt. Künftig wolle man deshalb das Augenmerk weiter auf den Ausbau des Privatkundengeschäfts und langfristige Geschäftsbeziehungen mit bestehenden Handelskunden und der Gastronomie legen.
Erfreulich: Kunden kaufen weiter regional vor Ort und sorgen für Umsatzsteigerung von 7,7 Prozent beim Verkauf direkt ab Hof. Diese Entwicklung spüren auch die Mitglieder: Im Wirtschaftsjahr 2018/19 wurde 20 Prozent mehr Traubengeld ausgezahlt. Dies entspricht 11.700 Euro pro Hektar.