Nachklapp Bock auf Menschen

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Würde man Fritz Anton fragen, könnte wahrscheinlich alles bleiben ist, wie es ist. Man kann davon ausgehen, dass der diesjährige Tributbock aus Lambrecht sich recht wohl fühlt auf der Wiese bei Forst, auf die er nach der Übergabe an die Stadt Deidesheim am Dienstag gleich zurückkehren durfte. Eine Übergabe ganz ohne Rummel, fast ohne Menschen. Fritz Anton war’s wahrscheinlich egal.

Die Zweibeiner in der Region sehen das freilich etwas anders. Eine Geißbockübergabe ohne Versteigerung und großes Publikum – das ist wie Schorle ohne Wein. Und nun auch schon das zweite Jahr in Folge. Doch an große Volksfeste ist derzeit noch nicht zu denken. Somit geht es Fritz Anton wie seinem Vorgänger, Steffen I., der ebenfalls noch in der Versteigerungswarteschleife hängt. Nächstes Jahr aber wird dann das ganz große Fest steigen (falls Corona nicht für weitere böse Überraschungen sorgt). Drei Geißböcke sollen dann auf einmal versteigert werden – wenn das kein Grund zum Feiern ist. Immerhin ist es im kommenden Jahr 164 Jahre her, dass das letzte Mal mehr als ein Geißbock auf einmal angeboten wurde. Damals, im Jahr 1858, waren es sogar acht, aber das lag daran, dass es zuvor Streit zwischen Lambrecht und Deidesheim gegeben hatte, und die Lambrechter acht Jahre nicht lieferten.

Zurück ins Jahr 2021. Die gute Nachricht ist, dass es – endlich – Licht am Ende des Tunnels gibt. Die Gastronomie in Neustadt und im Kreis Bad Dürkheim darf – unter Einhaltung etlicher Regeln – seit Pfingstmontag wieder „richtig“ öffnen. Also nicht nur auf der Terrasse. Letzteres war in diesem Jahr nur ein ganz winziger Trost für die Gastronomen. Denn wer setzt sich schon bei Kälte und Regen zum Essen ins Freie? Doch auch die „Wetterkurve“ lässt hoffen. Die Temperaturen steigen, die Infektionszahlen sinken. Was will man mehr.

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