Wachenheim
Besucher genießen gemütliches Burg- und Weinfest
Tanja, Elke und Birgit waren eigens aus Kaiserslautern zu dem Weinfest angereist und unterhielten sich bei einem Glas Wein. Sie hatten diesen „heißen Tipp“ über die Facebook-Gemeinde von „DJ Didi“ bekommen, der „Hinner de Kerch“ rhythmische Partymusik auflegte. Die drei Frauen waren vergangenen Samstag schon einmal beim Burg- und Weinfest gewesen und wiedergekommen, weil sie die Atmosphäre des Festes schön fanden. Sie würden das Fest genießen, „aber so was von“, so das Trio.
Familie Erich war mit Tochter Paulina da. Als Friedelsheimer fanden sie es schade, dass das Fest dadurch geschrumpft ist, dass der Rathausplatz nicht mehr einbezogen ist. Paulina ist dem Reitschulfahren zwar entwachsen, aber für die kleineren Kinder hätte sich ihre Mutter eine Reitschule auf dem Festgelände gewünscht. Das Weinfest habe etwas von Urlaub, fanden die Friedelsheimer. Sonne, schönes Ambiente und statt Wein könnte man auch einen Cocktail trinken.
Stammgäste reisen von weit her an
Es sei das „erste richtige Hof- und Weinfest seit 20 Jahren“, freute sich Lucas Peter, Juniorchef des Weinguts Peter. Bei früheren Burg- und Weinfesten sei nur in einem Stand auf dem Marktplatz Peterscher Wein ausgeschenkt worden. Im Weingut Peter waren die Garnituren im Hof und auf der Straße zu einem guten Teil besetzt, trotzdem sei im Vergleich am ersten Weinfest-Wochenende freitags mehr los gewesen, so Peter, dem noch etwas Positives auffiel: Es gebe weniger Randale als bei den Festen vor Corona. Im Gästehaus des Weingutes wohnten zwei zum Burg- und Weinfest angereiste jeweils zehnköpfige Stammgastgruppen aus dem Saarland und aus Ostwestfalen.
Auf dem Marktplatz warb der Wachenheimer Tennisclub mit einer „bretonisch-pfälzischen Liebe“, der Galette Saucisse, der Wurst im Schlafrock, oder besser gesagt, der Wurst in einem aus Buchweizenmehl zubereiteten Crêpe. Die Crêpe-Standardversion gab es um die Ecke bei der Crêperie Michel.
Ordnungsamt spricht von ruhigem Fest
Als generell ruhig und ohne Vorkommnisse bezeichnete die mit ihren Kollegen gegen 22 Uhr entspannt auf dem Bürgersteig vor dem Rathaus sitzende Karin Hoffmann vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Wachenheim den Freitagabend. Viele Leute seien über den Wegfall des Rathausplatzes als Veranstaltungsort traurig, hat sie bei Gesprächen erfahren.
Die neue Leiterin der Tourist-Info Evelina Hofman, die als Ansprechpartnerin für die Standbetreiber auf dem Fest unterwegs war, beschrieb das Fest aus ihrer Sicht so: „Schöne Stimmung, schöne Atmosphäre und gemütlich.“ Wenn man die Festmeile nur wenige Meter hinter sich gelassen hatte, war der abendliche Lärmpegel schon wieder auf Normalmaß.