Kreis Bad Duerkheim Bechtel: „Kommen ohne Notunterkunft aus“
Silke Göttge Piller ist neues FWG-Mitglied des Verbandsgemeinderates in Wachenheim. Verbandsgemeindebürgermeister Torsten Bechtel verpflichtete sie am Montag als Nachrückerin von Rainer Lukas, der aus gesundheitlichen Gründen auf sein Mandat verzichten muss. Ihre erste Sitzung verlief, wie berichtet, sehr harmonisch. Bechtel lobte die Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe.
Mit den anderen Mitgliedern des Rates hat Göttge-Piller am Montag dafür gestimmt, den Flächennutzungsplan an verschiedenen Stellen in der Verbandsgemeinde zu ändern. Betroffen ist etwa die ehemalige Deponie „Katzenhauer“ in Ellerstadt. Dort soll eine Freiflächenphotovoltaik-Anlage errichtet werden (wir informierten bereits). Nutzungsänderungen gab es in der Vergangenheit in Gönnheim und Friedelsheim an den Orten, wo früher die Kindergärten waren. Seit diese zusammengelegt wurden, sind die Areale, die früher den Kindern zur Verfügung standen, zur Wohnnutzung umgewidmet worden. Das musste der Rat nun in der Weise nachvollziehen, dass er die Änderungsflächen in die Vorlage des vierten Änderungsverfahrens zum Flächennutzungsplan aufnimmt. Was das Abwasserbeseitigungswerk der Verbandsgemeinde Wachenheim betrifft, so würde Torsten Bechtel den bisherigen Regiebetrieb gerne zu einem Eigenbetrieb machen. Das habe den Vorteil, so der Bürgermeister, dass hernach ähnliche Strukturen wie in der VG Deidesheim existierten. Vor dem Hintergrund einer vielleicht irgendwann anstehenden Fusion, bewege man sich dann auf Augenhöhe, so Bechtel. Zur Situation der Flüchtlinge in der VG hatte Torsten Bechtel vorher mitgeteilt, dass derzeit 132 Menschen im Bereich der VG jeweils dezentral untergebracht seien. „Wir kommen wohl ohne Notunterkünfte aus“, so Bechtel. Ausdrücklich lobte er die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Ehrenamtlichen und erwähnte die spendenfinanzierten Deutschkurse, die in diesen Tagen im Rathaus stattfänden. Miriam Eckes habe maßgeblichen Anteil daran. Weitere Kurse seien in Planung und Geld dafür zum Teil bereits vorhanden. Die Verwaltung selbst sei personell „am Anschlag“, meinte Bechtel. Vom kommunalen Investitionspaket, das die Bundesregierung im Frühjahr auf den Weg gebracht hat, profitiert die VG nach Mitteilung des Bürgermeisters wohl im Jahr 2017. Rund 270.000 Euro stehen dann für die energetische Sanierung des Ellerstadter Feuerwehrgerätehauses und der Grundschule zur Verfügung. Eine neue Heizungsanlage soll die Grundschule ebenfalls bekommen. (als)