Deidesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgerbus beschlossene Sache

In der Verbandsgemeinde Lambrecht gibt es das Angebot schon länger.
In der Verbandsgemeinde Lambrecht gibt es das Angebot schon länger.

Vor über einem Jahr hat die FWG das Projekt beantragt, jetzt hat der Verbandsgemeinderat den Bürgerbus auf den Weg gebracht. Bis er startet, wird allerdings noch eine Weile dauern.

Noch kann es nicht losgehen. Aber es ist eine gute Nachricht, besonders für ältere Menschen. Im Laufe des kommenden Jahres soll der Bürgerbus starten. Dass das Fahrzeug nicht schon nach dem Jahreswechsel seinen Betrieb aufnehmen kann, liegt daran, dass die aktuelle Pandemielage Versammlungen nicht zulässt. Der Beschluss im Verbandsgemeinderat ist indes gefallen, einstimmig, bei nur einer Enthaltung.

Die im laufenden Jahr vorgesehenen Mittel von 20.000 Euro sollen auf das nächste Jahr übertragen werden, im Haushalt sind außerdem 40.000 Euro für die Anschaffung eines Kleinbusses bereitgestellt. Darüber hinaus hat die Verbandsgemeinde weitere 25.000 Euro Einnahmen aus Sponsoring eingeplant.

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Bei der Vorstellung des Konzeptes wies Bürgermeister Peter Lubenau (CDU) darauf hin, dass es sich beim Bürgerbus um ein Sozialprojekt und keine unmittelbare Ergänzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) handele. Es soll auf ehrenamtlicher Basis betrieben werden. In der Gründungsphase übernehmen Mitarbeiter der Verbandsgemeinde die Federführung.

Nutznießer sollen vorrangig Menschen mit eingeschränkter Mobilität sein, die also aus gesundheitlichen Gründen oder altersbedingt nicht zur Bushaltestelle gehen und sich nicht dauerhaft ein Taxi leisten können. Aus diesem Grund sollen sie auch von zu Hause abgeholt und wieder nach Hause gebracht werden.

Verwaltungsmitarbeiter für Organisation

Geplant sind Fahrten innerhalb der Verbandsgemeinde, darüber hinaus auch Fahrten aus medizinischen Gründen. Es soll auf individuelle Belange Rücksicht genommen werden. Dies erfordert auch eine Organisation des Bus-Einsatzes, weshalb auch die Verwaltung einen Mitarbeiter für die Koordination abstellen wird. Dieser muss auch telefonisch erreichbar sein. Die Verwaltung will dafür zweimal nachmittags einen Raum mit zwei Bildschirmarbeitsplätzen zur Verfügung stellen.

Der Bus soll mit einer Einstiegshilfe und mit einer verschiebbaren Mittelbank ausgestattet werden. Mittelfristig sei die Anschaffung eines Elektrobusses angestrebt, so Lubenau. Eine Kooperation mit der Verbandsgemeinde Wachenheim wird angestrebt.

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