VG Deidesheim
Auftaktveranstaltung bei Klimaschutzkonzept
Wo kann Energie gespart, wo die Ressourcen geschont werden? Und können von diesem Prozess die örtliche Wirtschaft und das Handwerk profitieren? Um Fragen wie diese geht es bei den Klimaschutzkonzepten auf kommunaler Ebene. Dabei werden alle Bereiche in den Blick genommen: wohnen, arbeiten und Mobilität.
In der Verbandsgemeinde Deidesheim laufen die Vorbereitungen dafür bereits seit einiger Zeit. Am Montag, 30. August, sollen nun den Bürgern die bisherigen Ergebnisse für alle fünf Orte vorgestellt werden. Erfasst wurde beispielsweise der gesamte Energieverbrauch in der Verbandsgemeinde. Daraus wurden die Emissionen errechnet. „Dabei gilt das Territorialprinzip“, erklärte die Umweltschutzbeauftragte der Verbandsgemeinde, Claudia Breuer. Die Emissionen werden also da erfasst, wo sie entstehen. Das Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde wird demnach Deidesheim zugerechnet und nicht etwa auf alle Orte umgelegt. Die Verwaltung hat außerdem überprüft, wo die Verbandsgemeinde im Vergleich zu anderen Kommunen steht.
Wo gibt es Einsparmöglichkeiten?
Nächster Schritt ist zu analysieren, wo es Einsparmöglichkeiten gibt, und welche Maßnahmen dafür nötig sind. Dabei gerät beispielsweise das Verwaltungsgebäude in den Blick. Hier stehe eine Gesamtsanierung zur Diskussion, erklärte der für den Umweltbereich zuständige Beigeordnete, Herbert Latz-Weber. Geplant sei unter anderem die Isolierung des Dachs sowie die Installation einer Photovoltaik-Anlage. Beim Fuhrpark müsse überlegt werden, welche Fahrzeuge genommen werden, wenn im kommenden Jahr die Leasing-Verträge der beiden Fahrzeuge mit Verbrennermotor auslaufen.
Und welche Rolle spielen die Bürger in dem Konzept? Eine ganz entscheidende, sagte Breuer. „Klimaschutz ist wie ein großes Puzzle, da sind alle gefragt.“ Die Bürger sind aufgerufen, sich mit Ideen einzubringen, es geht aber auch um die kleinen Beiträge, die jeder leisten könne, so Breuer. „Das fängt dabei an, das Licht auszuschalten, wenn ich den Raum verlasse“, erklärte die Umweltbeauftragte. Darüber hinaus arbeitet die Verwaltung mit etlichen Experten, auch externen, zusammen. Dazu zählen etwa die Energieversorger, der Verkehrsverbund, die Busunternehmen oder der Kreis.
Der gesamte Zeitplan sei „ziemlich straff“, wie Latz-Weber sagte, unter anderem weil der Prozess sich durch Corona etwas verzögert habe. Die Abschlussveranstaltung soll bereits im Januar oder Februar sein.
Info
Die Veranstaltung am Montag, 30. August, 19 Uhr, ist eine Präsenzveranstaltung. Es gibt Kurzvorträge von zwei Experten, die online zugeschaltet werden, Astrid Kleber vom Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen, und Jan Mücke, Energielenker GmbH. Anmeldung unter nauerlich@vg-deidesheim.rlp.de. Es ist aber auch möglich, das Treffen live auf youtube zu verfolgen. Der Link: https://www.youtube.com/watch?v=PuCCvOd3dqk.