Kreis Bad Duerkheim Auf ein Bier bei Ulrike
Für alle, die nach der Arbeit ein kühles Bier oder ein Glas Weisenheimer Wein in netter Gesellschaft trinken wollen, ist „Ulrikes Treff“ in der Speyerer Straße der richtige Ort. Schon seit 30 Jahren steht Ulrike Nagel hinter der Theke, versorgt die Gäste nicht nur mit kühlen Getränken, sondern weiß auch vieles, was im Dorf so geschieht. Seit 13 Jahren, mit Beginn seines Vorruhestandes, unterstützt Ehemann Kurt Nagel sie tatkräftig und ist meist für die kleinen Snacks zuständig.
Das Gebäude selbst ist älter als die Gaststätten. Im „Weisenheimer Bilderbogen“ zur Gaststättengeschichte des Ortes findet sich der Abdruck einer Anzeige von 1930. Der Baustoffhändler Hermann Groh warb für sein Restaurant „Ludwigshain“. Nach weiteren Vorbesitzern ging das Gebäude 1964 in den Besitz von Lotte Hauck über, der Mutter von Kurt Nagel. Bis 1985 bewirtschaftete sie die Gaststätte. Den Namen „Ludwigshain“ hatte sie beibehalten. „Zu dieser Zeit war es ein Speiselokal, meine Mutter konnte sehr gut kochen“, erinnert sich Kurt Nagel. 1975 wurde der Giebel abgerissen und das Haus aufgestockt. So konnte der Sohn mit seiner Frau Ulrike aus Kirchheim hier einziehen. Nachdem die Mutter den Gaststättenbetrieb aus Altersgründen aufgegeben hatte, stand die Wirtschaft zwei Jahre leer. „Ich wollte das eigentlich nicht weiterführen“, sagt Ulrike Nagel. Doch durch Frankenthaler Bekannte ließ sie sich davon überzeugen, dass eine Gaststätte hier Potenzial hätte. Und so wurde das alte Inventar durch eine neue Einrichtung ersetzt. Am 24. Juni 1988 eröffnete die Gaststätte unter dem neuen Namen „Ulrikes Treff“. Nicht nur Weisenheimer genießen hier ihr Feierabendgetränk, auch Freinsheimer oder Lambsheimer kommen nach der Arbeit gern vorbei. Und natürlich werden alle Fußballspiele des FCK hier gemeinsam geschaut. Außer kleinen Snacks werden keine Speisen angeboten, so dass es kein Problem gibt, wenn jemand rauchen möchte. Ab 13.30 Uhr bis Mitternacht bewirten die beiden Inhaber liebevoll ihre Gäste, sonntags ist Ruhetag. Zu den Stammgästen gehört auch Ingrid Dettler. „Sie ist eine Stammkundin von Anfang an“, bestätigt die 66-jährige Wirtin. „Wir wollen ein Treffpunkt sein für Jung und Alt“, ergänzt sie. Ehemann Kurt ist stolz darauf, vier verschiedene Biere vom Fass anbieten zu können. Seit Beginn wird nur Weisenheimer Wein ausgeschenkt. Genauso lange ist die Firma Pfau aus Dirmstein ihr Getränkelieferant. Dies alles soll nun gefeiert werden: Am Samstag, 7. Juli, ab 11 Uhr gibt es ein Weißwurst-Frühstück. Das erste Getränk ist frei, von jedem weiteren wird eine Spende von einem Euro für den evangelischen Kindergarten abgezweigt. Abends wird der Grill im Vorgarten angeheizt.