Deidesheim
Alle Schulräume bekommen Luftfiltergeräte
„Wir wollen etwas tun, um Schulschließungen zu vermeiden“, erklärte Verbandsbürgermeister Peter Lubenau (CDU). Als Techniker wisse er natürlich, dass die mobilen Geräte eine geringere Wirksamkeit hätten als festinstallierte Anlagen, und es deshalb weiterhin notwendig sei, regelmäßig zu lüften. Dennoch sei die Verwaltung überzeugt, dass die Maßnahme „einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit der Schulkinder“ darstelle. Die Geräte filterten nicht nur Corona-Viren aus der Luft, sondern auch andere Viren, Bakterien und allergieauslösende Stoffe wie beispielsweise Pollen.
Das Problem mit den festinstallierten Anlagen: „Das geht nicht kurzfristig“, betonte Lubenau. Bis zur Umsetzung müsse mindestens mit einem Jahr Vorlaufzeit gerechnet werden. Die Verbandsgemeinde arbeite bereits an dem Thema. Doch es sei zurzeit schon schwierig, einen geeigneten Fachingenieur zu finden.
Beschaffung nicht einfach
Auch die Beschaffung der mobilen Luftreinigungsgeräte sei nicht einfach gewesen. Der Kreis Bad Dürkheim, der derzeit rund hundert solcher Anlagen in seinen Schulen aufstelle, habe diese Mitte Juli bestellt, wenige Tage bevor der Verbandsgemeinderat Deidesheim dem Kauf von Anlagen für seine Schulen zustimmte. „Wir haben dann sofort am Freitag bei der gleichen Firma 32 Geräte bestellt. Doch montags hieß es, die Lieferung könne nicht garantiert werden“, so Lubenau. Ein Mitarbeiter habe daraufhin einen ganzen Tag lang recherchiert und schließlich eine Firma gefunden, die 30 Geräte zusagen konnte. „Wir haben uns mit den Fraktionsvorsitzenden kurzgeschlossen und zugeschlagen“, berichtet der Verbandsbürgermeister.
Nach Angaben der Verwaltung kosten die mobilen Anlagen insgesamt gut 80.000 Euro, vom Land gebe es einen Zuschuss in Höhe von 35.000 Euro. Damit bleibe ein Eigenanteil in Höhe von etwa 45.000 Euro. Neben den Schulen seien auch die Kindertagesstätten mit den Geräten ausgestattet worden.
Haßloch setzt auf fest verbaute Anlagen
Ähnlich wie die Verbandsgemeinde Deidesheim verfährt der Kreis: Er hat mobile Luftfiltergeräte angeschafft, untersucht aber darüber hinaus in allen Schulen die Möglichkeit der Installation festverbauter Anlagen.
Ausschließlich auf fest verbaute Anlagen setzt dagegen die Gemeinde Haßloch. Die Verwaltung geht jedoch davon aus, dass auf Grund der hohen Nachfrage in diesem Jahr keine Anlagen mehr eingebaut werden können.
In der Verbandsgemeinde Maikammer soll die Entscheidung über das weitere Vorgehen in der Ratssitzung nach den Ferien fallen. Verbandsbürgermeisterin Gabriele Flach (CDU) hatte sich zuletzt skeptisch gegenüber dem Kauf mobiler Anlagen gezeigt.
Der Lambrechter Verbandsbürgermeister Gernot Kuhn (CDU) hatte bereits im Juli erklärt, dass mobile Anlagen kein Thema mehr seien. Der Einbau festverbauter Anlagen werde geprüft.
