Karlsruhe Leihräder rollen in einer Woche

Placeholder-Image

Am Standort Museumskreisel lädt Nextbike-Servicetechniker Alex Mussler die ersten zehn blauen Räder aus. Künftig sei er für die Wartung von Drahteseln und Stationen zuständig, berichtet er. Musslers Arbeitsplatz befindet sich in der Mannheimer Werkstatt des Leipziger Unternehmens Nextbike, das im Auftrag von Stadt und Verkehrsverbund das System in Speyer betreibt. Seit der Firmengründung vor elf Jahren habe Nextbike sein Fahrradvermietungssystem in über 40 Städten in Deutschland, Europa, Dubai und USA etabliert, berichtet Projektmanager Alexander Korol. Nach Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen steige Speyer als vierte Stadt im Gebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) ins Vermietungssystem ein, sagt VRN-Geschäftsführer Volkhard Malik. „Der zweite Versuch ist geglückt“, erinnert Speyers Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) an das gescheiterte erste Vorhaben von Stadt und Stadtwerken vor zwei Jahren, ein eigenes Fahrrad-Verleihsystem zu installieren. „Das war zu teuer“, stellt Eger trocken fest. Die Pläne wurden bald wieder fallengelassen und Nextbike kam auf den Plan. Für die fünfjährige Vertragslaufzeit mit VRN und Nextbike investiere die Stadt 145.000 Euro. Von der Attraktivität des neuen Angebots für Touristen und Speyerer sei er überzeugt, betont der OB. Die acht Stationen befinden sich jeweils in unmittelbarer Nähe von Bus- und Bahnhaltestellen. Überlegungen und Gespräche zum Ausbau der Stationen beispielsweise auf Speyer Nord-West und auch über die Stadtgrenzen hinaus seien im Gange, sagt Eger. Korol berichtet derweil vom erfolgreichen Start des Netz-Systems in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen. Seit 28. März rollen dort die Nextbike-Räder. Mit der Resonanz zeigt er sich zufrieden: Bereits in den ersten vier Wochen sei knapp 3000-mal eines der Sieben-Gang-Räder ausgeliehen worden. „Speyer wird das noch befeuern“, war er sich sicher. Die Anmeldung für „VRNnextbiker“ im Internet, über die Smartphone-App, telefonisch unter der Nummer 030 69205046 oder am elektronischen Stationsterminal sei kostenlos, erklärt Korol. Die jährliche Grundgebühr dafür betrage 48 beziehungsweise 29 Euro. Neun Euro Startguthaben müssten vor der ersten Fahrt auf das Kundenkonto eingezahlt werden, die Abrechnung des Mietrades erfolge im 30-Minuten-Takt (ein Euro pro halbe Stunde, neun Euro pro Tag). Infowww.vrnnextbike.de —Kosten: 48 Euro beziehungsweise 29 Euro pro Jahr für die Teilnahme am System sowie nach Nutzungszeit. —Stationen: Dom, Festplatz, Postplatz, Berliner Platz, Bürgerbüro Salzgasse, Hauptbahnhof, Rhein-Anlegestelle und Universität für Verwaltungswissenschaften.

x