Karlsruhe Karlsruher Fächer

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Gibt es sonst noch irgendetwas, das man mit Adresse und Unterschrift verzieren könnte? Nachdem Die Linke einen Unterschriftensammlung gegen den Stadionbau gestartet hat, schlägt der KSC nun eiskalt zurück und sammelt Unterschriften für den Bau. Nett das Ganze, aber auch völlig inhaltsleer. Der KSC sammelt zwar Unterschriften, schweigt sich über Kosten und Eigenanteil (Miete) aber aus. Die Linke wiederum tut so, als müsse Profifußball sich komplett selbst finanzieren und (stand gestern) sind gut 140 Unterstützer aus Karlsruhe der gleichen Meinung. Nun könnte man über diese Posse durchaus schmunzeln, doch Ärger ist eher angebracht. Ob Online-Petition oder Unterschriftensammlung: Zur Lösung des Problems wird absolut nichts beigetragen und rechtlich haben beide Sammlungen keinerlei Relevanz. Wer den Stadionneubau samt den Investitionen in die Infrastruktur nicht will, will auch keinen Bundesliga-Fußball in Karlsruhe. So einfach ist das. Wer aber Bundesliga-Fußball will, der muss auch sagen, wie er ihn finanzieren will. Vor allem aber: Wer Bürgerbeteiligung wirklich will, der sollte den Bürger auch nur dann fragen, wenn dessen Meinung wirklich gefragt ist.

Für den Betrieb des Linie S1/11 muss der Landkreis Karlsruhe pro gefahrenen Kilometer über sechs Euro Zuschuss zahlen, für die S2 hingegen nur einen Euro und 80 Cent. Das ruft bei Landrat Christoph Schnaudigel und seinen Getreuen im Kreistag natürlich Verwunderung hervor. Auch weil innerhalb von nur fünf Jahren der Zuschussbedarf von 3,9 auf 25 Millionen Euro stieg und das ist durchaus eine nachdenkenswerte Größenordnung.

Hinter den verschlossenen Türen des Kreistags muss es neulich deshalb sehr deftig zugegangen sein.

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