Karlsruhe Im Garten der Religionen

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Mehrere Jahre dauerten die Vorarbeiten zum Garten der Religionen, im dem die fünf Weltreligionen symbolisch miteinander verbunden sind. Geschaffen hat ihn ein Verein, der zum Gedankenaustausch und gegenseitigen Verständnis aufruft.

„Toleranz ist die Lebensader der Humanität“ lautet ein Ausspruch von Voltaire und dieser findet sich im Garten der Religionen. Fünf große Kreise aus Metall, die auf einer Wiese bei der Karlsruher Südoststadt installiert wurden, symbolisieren die Weltreligionen. Vergleichbare Einrichtungen gibt es bereits in Hamburg und Köln. „Bitte räume mir immer alle Hindernisse aus“, so ein Ruf an Ganesha im hinduistischen Bereich. „Ihr seid das Licht der Welt“, heißt es auf der christlich gestalteten Fläche. Wege verbinden alles. Neben den Gebeten und religiösen Weisheiten finden sich zudem bekannte Zeilen wie von Goethe oder Martin Luther King, denn der Garten „ist weder ein vollständiges Abbild der Religionen der Welt noch der in Karlsruhe“, wie die Organisatoren sagen. Bezug nimmt man auch auf den Karlsruher Privilegienbrief vom 24. September 1715, in welchem Karlsruher Bürgern an erster Stelle Religionsfreiheit zugesichert wurde. Es soll ein Ort der Begegnung und des Friedens für alle sein – so wünschen es sich die Macher. „Mit den unterschiedlichen Bereichen der fünf Weltreligionen repräsentiert dieser Ort über 80 Prozent der Bevölkerung“, so Rüstü Aslandur, Vorsitzender des Vereins Garten der Religionen. Jahrelange Arbeit war dem Projekt vorausgegangen. In Zukunft soll das Areal pädagogisch genutzt werden, wozu ein Religionen-Spiel kreiert wurde. Auch Andachten oder kleinere Veranstaltungen sollen stattfinden. (bja) Info —Garten der Religionen, Stuttgarter Straße (Straßenbahnlinie 6, Haltestelle Wolfartsweierer Straße), www.gartenderreligionen-karlsruhe.de —Führungen für Gruppen können angefragt werden. Führungstermine für Einzelpersonen sowie weitere Veranstaltungen werden ab 2016 online veröffentlicht.

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