Karlsruhe Güter aufs Gleis

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Das Kombiverkehrsterminal (KTL) auf dem BASF-Gelände hat am Wochenende sein 15-jähriges Bestehen gefeiert. Das Terminal im Norden der Stadt ist eine Warendrehscheibe für Schiene und Straße. Hier werden verschiedenste Waren umgeschlagen. Der Ausbau des Umschlagplatzes hat wegen der Zunahme des Zugverkehrs bei Anwohnern für viele Diskussionen gesorgt.

KTL-Betreiber sind neben der BASF vier externe Unternehmen aus der Logistikbranche. Das Terminal wurde im Norden des BASF-Werksgeländes angesiedelt, um Transportverkehr aus der Stadt zu verlagern. Eine Bürgerinitiative gründete sich vor einigen Jahren, um gegen die Belastung durch den Güterzugverkehr in den Stadtteilen entlang des Gleises zum Terminal zu protestieren. BASF, Stadt und Bahn vereinbarten am runden Tisch ein rund zwei Millionen Euro teueres Lärmschutzpaket entlang der eingleisigen Strecke die an Oggersheim, Friesenheim, Edigheim und Oppau vorbeiführt, um die Beeinträchtigungen zu verringern. Offenbar mit Erfolg, denn beim KTL sind in den vergangenen Monaten keine Beschwerden mehr eingegangen. Im Jahr 2000 war das Terminal eröffnet worden, 2004 wurde es erweitert. Die Fläche vergrößerte sich auf 260.000 Quadratmeter, was etwa 38 Fußballfeldern entspricht. 2012 erfolgte die dritte Ausbaustufe, nachdem der Warenumschlag seit der Inbetriebnahme um 290 Prozent gewachsen war. Geschäftsführer Ralf Dahlinger zieht nach 15 Jahren Betrieb eine positive Bilanz: „Wirtschaftlich gesehen ist das Terminal eine Erfolgsgeschichte. Wir sind gut ausgelastet, aber noch nicht an der Kapazitätsgrenze.“ Weitere Ausbaupläne gebe es daher nicht. Das Jubiläum und auch die Einweihung der neuen Werkstatthalle (Investitionssumme 500.000 Euro) auf dem Gelände wurde am Sonntag mit Geschäftspartnern, Anteilseignern und Mitarbeitern gefeiert. Bisher sind vier Millionen Container umgeschlagen worden. „Wir entlasten die Autobahnen jeden Tag um Lkw-Kolonnen in einer Länge von 25 Kilometern“, rechnet Dahlinger vor. (mix)

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