Karlsruhe Dynamisches Reformationsmobil

Der zentrale Gottesdienst für Rheinland-Pfalz zur 500-Jahr-Feier der Reformation am 31. Oktober 2017 wird in der Dreifaltigkeitskirche gefeiert. Das hat Christian Schad gestern erklärt. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Hansjörg Eger hat der evangelische Kirchenpräsident Speyer als eine der 67 dauerhaften „Reformationsstädte Europas“ vorgestellt.
Auf einen europäischen Stationenweg begibt sich demnach ein „Reformationsmobil“ zwischen dem 31. Oktober 2016 und 20. Mai 2017 an 67 Orte in 18 europäischen Ländern. Vom 10. bis 12. April 2017 mache es Station in Speyer, kündigte Schad Information und Austausch über Glaube, Zweifel oder Orientierungssuche im protestantischen Truck an. Drei Veranstaltungen sind nach seinen Angaben geplant: Hochrangige Vertreter aus Justiz und Publizistik beschäftigen sich mit Glaubens- und Gewissensfreiheit und ein von Kaiserslauterer Abiturienten geschriebenes „Luther-Musical“ wird voraussichtlich in der Stadthalle aufgeführt. Zudem sei die vorletzte Ausgabe der von RHEINPFALZ und „Evangelischem Kirchenboten“ gestalteten Reihe der „Speyerer Thesen zur Reformation“ zum Abschluss der Station Speyer in der Gedächtniskirche vorgesehen, so Schad. Der „Reformationssommer 2017“ sei eine gute Wahl, um die individuelle Verantwortung vor Gott und den Mitmenschen zu verdeutlichen, betonte Eger. Für ihn sei wichtig, dass die Vielfalt bürgerschaftlichen Engagements in Speyer auf dem Stationenweg sichtbar gemacht werde. Vor der Station Speyer stehe Straßburg, danach gehe es weiter nach Coburg, beschrieb er ein Stück der Wegstrecke, deren Ausgangspunkt Genf sei. Ziel sei die Weltausstellung in Wittenberg am 20. Mai 2017. Dort würden 67 „Tore der Freiheit“ aufgestellt, die in jeder beteiligten Stadt gestaltet würden. Besonders hoben Schad und Eger die Fortentwicklung der Ökumene als Ziel hervor. „Wir wollen ein ökumenisches Christenfest feiern“, wies Schad auf die bereits zugesagte Beteiligung von Bischof Karl-Heinz Wiesemann und ergangene Einladungen an orthodoxe und freikirchliche Glaubensschwestern und -brüder hin. (kya)